Archiv für den Monat: März 2014

Es bewegt sich: Die Erfindung des Films

Filme sind heute etwas ganz Normales. Ihr könnt sie im Kino, im Fernsehen oder im Internet sehen – egal ob als kurze Clips oder als lange Spielfilme. Um einen Film zu drehen oder anzusehen, reicht etwa schon ein Smartphone. Vor fast 120 Jahren waren Filme aber noch etwas ganz Neues …

Gleich mehrere Erfinder rund um die Welt arbeiteten daran, die Bewegungen von Menschen, Tieren oder Maschinen endlich aufnehmen und vorführen zu können. Im Jahre 1895, vor rund 120 Jahren war es dann so weit. Doch wie haben die Erfinder das geschafft?

Hält man einen Film an, sieht das Standbild aus wie ein Foto. Tatsächlich ist ein Film eigentlich nichts anderes als eine Sammlung von Fotos, die sehr schnell hintereinander gezeigt werden – so wie ein Daumenkino. Mit Kameras und Projektoren – viel größer und schwerer als die heutigen Smartphones – war es möglich, Fotos so schnell hintereinander zu schießen und danach wieder abzuspielen, dass die ersten Filme entstanden.

Zu den Erfindern gehörten auch zwei Brüderpaare. Am 1. November 1895 führten Max und Emil Skladanowsky in der Stadt Berlin zum ersten Mal öffentlich Filme vor. Nur einen Monat später, am 28. Dezember 1895, zeigten Auguste und Louis Lumière ihre Filme in der französischen Hauptstadt Paris. Es waren Szenen aus dem normalen Leben, etwa wie Menschen eine Fabrik verlassen oder ein Zug in einen Bahnhof fährt. Später wurden Filme gedreht, die eine Geschichte erzählten, vorgetragen von Schauspielern.

Der Franzose Georges Méliès war dann der Erste, der Tricks benutzte, zum Beispiel um eine Rakete zum Mond fliegen zu lassen (mehr dazu auf Seite 20). Und heute? Manche Filme kommen vollständig ohne Schauspieler aus – sie werden wie Ice Age komplett mit einem Computer erstellt. Tricks gibt es natürlich immer noch: Die komplizierten wie etwa Weltraumschlachten werden ebenfalls mit einem Computer erstellt.
Falk Straub/Miguel Castro  (Archiv: aus Luckys Kindermagazin vom 22. März 2014)