Archiv für den Monat: November 2015

Ab in den Süden

Es ist euch bestimmt auch schon einmal aufgefallen: Im Winter hört man kaum noch Vögel zwitschern. Doch wo sind die einheimischen Vögel hin?

Vogelflug ist der alljährliche Flug der Zugvögel (wie der Kranich oder der Storch) von ihren Brutstätten in ihre wärmeren Winterquartiere und wieder zurück. Ein Zugvogel ist ein Vogel, der verschiedene Jahreszeiten an verschiedenen Orten verbringt. Auf der ganzen Welt gibt es circa 50 Milliarden Zugvögel. Sie alle verbringen den Winter lieber an einem warmen Ort, denn dort haben sie immer genug Nahrung.

Der Vogelzug ist das Ergebnis einer evolutionären Entwicklung. Das bedeutet, dass sich die Vogelarten im Laufe der Jahrhunderte an die Lebensbedingungen ihrer Umgebung angepasst haben. Sie haben gemerkt, dass es im Winter weniger zu essen gibt und fliegen deshalb in wärmere Gebiete, wie zum Beispiel Südeuropa oder Afrika. Im Erbgut der Vögel, also ihren Genen, die sie von ihren Eltern vererbt bekommen, ist zudem festgelegt, ob sie in wärmere Gebiete ziehen, wohin genau sie fliegen und welche Route sie dabei wählen.
Außerdem sorgt eine innere Uhr dafür, dass die Vögel wissen, wann sie sich auf die lange –  teilweise sogar tausende Kilometer weite –  Reise Richtung Süden machen müssen.

Interessant: Jede Vogelart hat ihre ganz eigene Flugformation. Enten zum Beispiel fliegen in einer geraden Linie nebeneinander. Kraniche und Gänse fliegen in Keilformation, wie man sie oft am Himmel sehen kann. Und der Kuckuck ist ein Einzelgänger. Er fliegt am liebsten alleine in den Süden.

Seit einigen Jahren beobachten Forscher jedoch, dass sich das Verhalten von einigen Zugvögeln verändert: Immer mehr Vogelarten, die früher in warmen Gebieten überwintert haben, bleiben nun in Mitteleuropa. Andere Zugvogelarten haben sogar ihre Zugrichtung komplett geändert und ziehen nun in nördliche Richtungen beziehungsweise in große Städte. Grund für diese Veränderung des Verhaltens ist, dass sie nun auch an diesen Orten genügend Nahrung finden, um durch den Winter zu kommen.

Dieb hinterlässt Schuhabdruck im Schnee

Das nennt man wohl „Pech gehabt“: Ein Dieb ist gestern im Nachbarland Luxemburg in ein Haus eingebrochen und hat dabei auch Gegenstände mitgenommen. Allerdings lag draußen Schnee, als der Einbrecher mit seiner Beute weg lief.  Und das war (für ihn) nicht so gut.

Die Polizei hat nämlich kurz darauf am Haus den Abdruck eines Schuhs im Schnee entdeckt. Sie machte Fotos. Und wenig später rief eine Frau an und erzählte, im gleichen Ort verhalte sich ein Mann „verdächtig“.

Die Polizisten haben daraufhin diesen Mann am Bahnhof angetroffen und kontrolliert – und was kam dabei heraus? Das Profil seiner Schuhe war identisch mit denen auf den Fotos, die den Abdruck im Schnee zeigen. Daraufhin haben die Polizisten die Toilette am Bahnhof durchsucht, die der Mann vor der Kontrolle verlassen hatte. Im Spülkasten fanden sie die Jacke des Mannes – und dort waren alle beim Diebstahl mitgenommenen Gegenstände.

Jetzt sitzt der Mann im Gefängnis.

Jugendliche haben eigene Vertretung

Wer entscheidet eigentlich, ob eine neue Schule gebaut wird? Wieso eine Straße in eurem Viertel repariert wird? Und eine Hilfsgruppe Geld für ihre Arbeit bekommt?

Das alles beschließen Versammlungen, deren Mitglieder von den Menschen eurer Stadt oder eures Landes gewählt werden – damit sie für euch Entscheidungen wie die oben genannten diskutieren und beschließen. „Parlament“ ist das Wort für eine solche Versammlung. In Trier heißt sie „Stadtrat“.  Wer hier mitmacht, ist ein „Volksvertreter“.

So etwas gibt es auch für Kinder und Jugendliche. In Trier heißt diese Versammlung „Jugendparlament“. Sie wird alle zwei Jahre neu gewählt. Und das war an den vergangenen Tagen an weiterführenden Schulen (also ab der 5. Klasse) möglich. Dort konnten die Schüler abstimmen. 44 Kinder und Jugendliche standen zur Wahl, aber nur 22 können in das Parlament gewählt werden. Wer also die meisten Stimmen erhielt, zog ins Jugendparlament ein. Abstimmen durften alle Kinder und Jugendlichen der Stadt im Alter von 10 bis 17 Jahren. Mitmachen muss man nicht, aber 2042 von ihnen gaben ihre Stimme mit.

Am Freitag war es dann soweit: Im Rathaus der Stadt Trier wurden die Wahlurnen geöffnet und die Wahlzettel ausgezählt. Das dauerte einige Stunden, danach standen die Mitglieder des neuen Jugendparlaments fest. Auf der Internetseite der Stadt findet ihr eine Liste der neuen Mitglieder.

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Welche Rechte hat das Jugendparlament in Trier? Es bespricht Themen, die für Kinder und Jugendliche wichtig sind. Zum Beispiel Buspreise, Spielplätze oder die Zukunft der Skaterhalle in der Stadt. Das Parlament kann aber auch eigene Veranstaltungen oder Projekte organisieren, zum Beispiel ein Konzert. Es gibt mehrere Arbeitsgruppen, in der die Mitglieder des Parlaments die Themen besprechen.

Was das Jupa beschließt oder diskutiert, ist auch für den Stadtrat, also der Versammlung der Erwachsenen,  und die Einwohner der Stadt wichtig: Das Parlament kann im Stadtrat Anträge stellen und erklären. Außerdem ist ein Mitglied des Jugendparlaments in einer Arbeitsgruppe der Stadt dabei, in der zum Beispiel ein Schulneubau oder eine Reparatur diskutiert wird.

Mehr Infos zum Parlament findet ihr auf der Internetseite:
http://neu.trierer-jugendparlament.de/