Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Vielleicht steht er ja schon bei euch im Wohnzimmer: der Weihnachtsbaum. Er gehört für die meisten unbedingt zum Weihnachtsfest dazu und ist in nahezu jedem Haushalt zu finden. Besonders das gemeinsame Schmücken des Baumes ist in vielen Familien zur Tradition geworden.

Unsere Vorfahren, die Germanen lebten vor etwa 3500 Jahren. Sie kannten kein Weihnachten, so wie wir es heute feiern. Stattdessen feierten sie am 25. Dezember die sogenannte Sonnenwende. An diesem Tag werden die Tage wieder heller und die dunklen Nächte kürzer. An diesem Feiertag verbrannten sie Holzstücke und Holzräder. Die Asche verteilten sie dann auf ihren Feldern (um sie fruchtbar zu machen) und im Stall (um Tiere und Menschen vor Krankheiten zu schützen).

Bereits im antiken Rom (8. Bis 7. Jahrhundert vor Christus) schenkte man sich zu besonderen Anlässen Zweige und Kränze von Nadelbäumen. Man wünschte sich so gegenseitig Glück und Schutz. Bäume galten damals als Zeichen des ewigen Lebens und wurden mit dem sogenannten Baum des Lebens aus dem Paradies in Verbindung gebracht.

Im Mittelalter (circa 6. bis 15. Jahrhundert) wurde dann aus dem Brauch, sich einzelne Zweige zu schenken, der Weihnachtsbaum. Allerdings konnten sich damals nur sehr wohlhabende Familien einen ganzen Baum leisten. Die restliche Bevölkerung begnügte sich weiterhin mit einzelnen Tannenzweigen.
Doch warum wählte man die Tanne als Weihnachtsbaum aus? Damals glaubte man, dass die Tanne (ein immergrüner Baum) böse Geister vertreibt und Gesundheit ins Haus bringt. Die Tanne diente außerdem als Hoffnungsträger auf die baldige Wiederkehr des Frühlings

Ab dem 15. Jahrhundert wurde der Weihnachtsbaum dann zusätzlich geschmückt. Man verwendete zunächst alles, was im Haushalt zu finden war: Nüsse, Früchte oder auch Äpfel und Käse.
Anfang des 18. Jahrhunderts kamen erstmals auch Kerzen und Christbaumkugeln als Baumschmuck zum Einsatz.