Archiv für den Monat: Dezember 2015

Zuckerfest, Diwali, Dana und Chanukka

Nicht jede Religion der Welt feiert unser Weihnachtsfest. Jedoch gibt es dort andere Feste, die sich mehr oder weniger mit dem Weihnachten, wie wir es kennen, vergleichen lassen. Und diese erkläre ich euch heute.

Islam
Muslime feiern kein Weihnachten im eigentlichen Sinne. Bei den Muslimen gibt zwei besondere und große Feste. Zum einen feiern Muslime das Opferfest. Es gilt als Höhepunkt der Hadsch, also der Pilgerfahrt nach Mekka. Mekka ist mit dem Heiligtum der Kaaba der zentrale Wallfahrtsort der Muslime.
Zum anderen hat auch das Zuckerfest für sie eine große Bedeutung. Es beendet den Fastenmonat Ramadan. Muslime danken dafür, dass sie das Fasten und die damit verbundenen Strapazen gut überstanden haben. Das Zuckerfest hat einige Parallelen zum christlichen Weihnachtsfest: Nach dem Beten in der Moschee treffen sich alle Familienmitglieder und essen und feiern gemeinsam. Auch Geschenke gehören zum Fest. Weihnachtliche Symbole, wie Lichterketten, Weihnachtsbaum oder der Weihnachtsmann, sind in der islamischen Welt durchaus bekannt. Jedoch werden diese Symbole eher mit den Feierlichkeiten zum Jahresende in Verbindung gebracht.

Hinduismus
Das hinduistische Lichterfest „Diwali“ kann man mit dem christlichen Weihnachtsfest vergleichen. Das Lichterfest wird meist Ende Oktober/Anfang November gefeiert.
Anhänger des Hinduismus feiern das Lichterfest, um an diverse Sagen, Ereignisse und Mythen zu erinnern. Die Hauptaussage des Festes ist der Sieg des Guten über das Böse und damit das Helle über das Dunkle, was natürlich gefeiert werden muss. Begangen wird das Fest mit Licht und Feuer in allen Formen und Farben.

Buddhismus
Nächstenliebe und Freundlichkeit sind zwischenmenschliche Werte. Sie werden im Christentum besonders an Weihnachten wichtig, wo die gesamte Familie gemeinsam Zeit verbringt. Auch im Buddhismus sind diese Werte natürlich von großer Bedeutung. Aber anders als bei uns, ist es dort üblich, dass diese Werte in buddhistischen Lebensweisen und Bräuchen fest im Alltag verankert sind.
So wird zum Beispiel „Dana“, also das Geschenke bereiten aus freiem Herzen, wann immer möglich praktiziert. So lässt sich das Karma positiv beeinflussen. Karma bedeutet, dass jede Handlung eine Folge hat.

Judentum
Ähnlich unserem Weihnachtsfest ist das jüdische Chanukka-Fest, das auch als Lichterfest bezeichnet wird. Es dauert acht Tage und wird ähnlich dem Weihnachtsfest gefeiert: Freunde und Familie finden sich zusammen, es wird gemeinsam gegessen und gesungen. Jedoch hat das Chanukka-Fest nichts mit der Geburt Jesu zutun.
Damals wurden die Juden von der Herrschaft der Griechen unterdrückt und an der Ausübung ihrer Religion gehindert. Das Wort „Chanukka“ (oder auch „Hanukkah“) bedeutet Weihung und erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem (164 v. Chr.), nachdem die Römer besiegt waren.
Wichtiger Bestandteil des Chanukka-Festes ist die Chanukkia, ein achtarmiger Leuchter. Abend für Abend wird jeweils eine Kerze angezündet. Zusätzlich haben alle Leuchter noch einen neunten Arm, der Schammes genannt wird. Mit seiner Hilfe werden die anderen Kerzen angezündet. Nach acht Tagen brennen dann alle Kerzen.

Puh, das war jetzt viel Wissen auf einmal. Aber jetzt seid ihr echte Experten darin, wie andere Religionen Weihnachten feiern.

Schneeflöckchen, Weißröckchen

Jedes Kind liebt ihn: Schnee. Man kann Schlitten fahren, Schneemänner bauen oder einen Schnee-Engel machen. Und irgendwie gehört er auch zum Winter dazu, oder? Nun möchte ich euch erklären, wie Schnee eigentlich entsteht.

Wichtig für die Entstehung von Schnee ist, dass es draußen sehr kalt ist. Erst bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (also unter 0 °C) kann Schnee entstehen.
Schnee besteht eigentlich aus Wasser. Die Wassertröpfchen, oder auch Wasserteilchen genannt, verstecken sich in den Wolken und gefrieren dort. So werden sie zu sogenannten Eiskristallen. Ein Eiskristall wiederum besteht aus sechs einzelnen Wasserteilchen. Diese Eiskristalle werden immer größer, indem sich einzelne Minikristalle verbinden. Es entstehen sechseckige Schneesterne. Und aus vielen Schneesternen wird dann eine Schneeflocke. Die Schneeflocken in der Wolke sammeln sich, werden immer größer und schwerer und irgendwann fallen sie dann aus der Wolke. Ist es auf ihrem langen Weg auf den Boden nicht zu warm, kommen sie bei uns als Neuschnee an. Dann kann die Schlittenfahrt losgehen!

Übrigens: jede Schneeflocke ist einzigartig, so wie wir Menschen. Während sie von der Wolke zur Erde fällt, wird die Flocke immer größer. Immer mehr Wasserteilchen heften sich an die Flocke an. Und so entsteht auch ihre Einzigartigkeit, denn keiner kann beeinflussen, wie regelmäßig sich diese Teilchen verbinden.

Puh, das war jetzt aber viel Wissen auf einmal. Aber vielleicht erinnert ihr euch ja beim nächsten Schneefall daran, wie spannend die Entstehung von Schnee eigentlich ist.

Der Adventskranz

Heute ist schon der dritte Advent. Weihnachten steht also bald vor der Tür. Warum wir den Advent feiern, habt ihr bereits gelernt (siehe Eintrag vom 29.11.).
Heute erfahrt ihr wer den Adventskranz erfunden hat.

An jedem Adventssonntag wird eine weitere Kerze auf dem Adventskranz angezündet. Erfunden hat den Adventskranz im 19. Jahrhundert der evangelische Pastor Johann Hinrich Wichern. Bekannt war der Pastor, weil er sich für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus zerrütteten Familien engagierte. Als erster Sozialpädagoge nahm er die Kinder und Jugendlichen im sogenannten „Rauhen Haus“, einem Heim für schwer erziehbare Kinder in Hamburg, auf. Hier lehrte er ihnen, wie sie auf eigenen Beinen stehen und ihren Platz in der Gesellschaft finden können.

Der ursprüngliche Adventskranz hatte zunächst 24 Kerzen (eine für jeden Tag). Später vereinfachte Pastor Wichern die Form auf nur noch 4 Kerzen. Zweck des Kranzes war es, Zeit sichtbar zu machen. Kinder können sich oft nichts Konkretes unter der Angabe „vier Wochen“ vorstellen und hatten so die Möglichkeit, die Zeit bis Weihnachten besser abschätzen zu können.