Sternsinger unterwegs – Empfang bei der Bundeskanzlerin

Sie ist die Chefin der Regierung von Deutschland. Angela Merkel hat in der deutschen Hauptstadt Berlin Besuch bekommen von 108 Sternsingern . Unter den Mädchen und Jungen waren auch vier Kinder aus Traben-Trarbach dabei. Das ist eine Gemeinde an der Mosel, zwischen Trier und Koblenz gelegen. Die Sternsinger brachten den Segen ins Bundeskanzleramt. So heißt das große Gebäude, in dem Angela Merkel arbeitet. „Es war mega-cool im Kanzleramt“, sagte Johannes, einer der Sternsinger. Die Politikerin dankte den kleinen „Königen“ für ihre Arbeit. Sie sagte: „Ich möchte euch meinen Respekt bekunden, dafür, dass ihr von Haus zu Haus zieht.“ Anschließend waren sie noch zu Besuch beim Kanzleramtsminister Peter Altmaier. Und er erzählte den Kindern, dass er früher selbst als Sternsinger unterwegs war. Das alles teilte das Bistum Trier am Dienstag mit.

Bundesregierung
Sternsinger aus Traben-Trarbach haben Bundeskanzlerin (Mitte) in Berlin besucht. Auf dem Foto sind auch der Begleiter der Kinder und die Chefs von zwei Kirchenorganisationen zu sehen, die das Sternsingen mitorganisieren. Foto: Bistum Trier

 

 

Aber Moment? Was machen denn Sternsinger eigentlich?

Sternsinger sind Kinder und Jugendliche, die für einen guten Zweck Geld sammeln – nämlich für andere Kinder, die in Not sind, zum Beispiel im armen Land Bolivien in Südamerika. Dafür gehen Sternsinger in ihrem Ort von Haus zu Haus, singen ein oder zwei Lieder und segnen das Haus. Dazu schreiben sie mit Kreide die Zeichen „C+M+B“ und das aktuelle Jahr an die Tür. Allein im Bistum Trier ziehen so 20.000 Mädchen und Jungen los. Sie sammelten zwei Millionen Euro ein, wie das Bistum erklärt.

Gesammelt wird rund um den 6. Januar. Das ist der Dreikönigstag, er erinnert an die Heiligen Drei Könige Melchior, Balthasar und Caspar. In der Bibel steht, dass drei weise Männer dem frisch geborenen Jesus Geschenke überbracht haben sollen. Im Land Spanien ist der 6. Januar daher auch der Tag, an dem die Kinder ihre Weihnachtsgeschenke erhalten. Später wurden daraus die Heiligen Drei Könige, auch die Namen tauchten in der Geschichte dieser „Magier“ erst später auf.