Archiv für den Monat: Februar 2016

Babywindel und Fallschirm – das haben Frauen erfunden

Ihr habt ein Problem – egal welches, einfach irgendeins. Zum Beispiel wollt ihr, dass euer Kakao anders schmeckt. Oder dass die Blumen in eurem Garten schneller wachsen. Da gibt es aber noch nichts, das euch dabei helfen kann. Also müsst ihr es selbst erfinden. So ist das eben mit Erfindungen: Am Anfang steht immer ein Problem oder eine Frage, die ihr lösen wollt. Und um Erfindungen geht es hier auch. Genauer gesagt um Erfindungen von Frauen.

Eine berühmte Erfindung von einer Frau hat Lucky ja bereits in seinem Heft vorgestellt: Die Spülmaschine. Die hat eine Amerikanerin erfunden, die sich geärgert hat, dass ihre Bediensteten immer ihr Geschirr zerbrachen, wenn sie es gewaschen haben.

Aber was haben Frauen noch alles erfunden? Eine ganze Menge: Hier ist eine Liste, in der ihr mehr über einige der besten Erfindungen von Frauen lesen könnt.

 

Der Fallschirm

Als 1783 der Heißluftballon erfunden wurde, konnten die Menschen endlich fliegen. Manchen reichte das aber noch nicht: Sie wollten auch ganz ohne Hilfsmittel fliegen. Also erfanden sie Sprungtücher, sprangen aus dem Heißluftballon heraus, flogen, flogen, flogen und landeten dann mit dem Tuch. Das war allerdings alles andere als sicher. Sehr häufig verlief die Landung nicht wie geplant. Das hat dann aber Käthe Paulus aus Deutschland geändert. Sie erfand um 1900 einen Fallschirm, der in einen Rucksack verpackt war. Dieser war leicht, sehr fest und zuverlässig. Ab da funktionierte das Fallschirmspringen viel besser. Und auch heute noch sind alle Fallschirme nach demselben Prinzip aufgebaut. Die Erfindung von Paulus hat damit schon vielen Menschen das Leben gerettet.

 

Der Scheibenwischer

New York im Winter. Durch die Straßen zwischen den hohen Häusern pfeift der Wind und bringt eine ganze Menge Schnee mit sich. Der bleibt überall liegen: Auf Menschen, Straßen und den Scheiben einer Straßenbahn. In solch einer Bahn war Mary Anderson im Winter 1903. Es störte sie, dass der Fahrer immer wieder aussteigen musste, um die Scheiben vom Schnee zu säubern. Also experimentierte sie herum und baute schließlich einen Scheibenwischer. Der funktionierte so, dass der Fahrer an einer Kurbel drehte und sich damit der Scheibenwischer bewegte. Es war zwar nicht der erste Scheibenwischer der Welt, allerdings der erste, der tatsächlich funktionierte.

 

Die moderne Windel

Marion Donovan ist eine amerikanische Frau, deren Erfindung heute noch allen Müttern auf der Welt hilft. Sie hat nämlich eine moderne Form der Windeln erfunden. Lange Zeit gab es nämlich das Problem, dass die Windeln der Babys nicht dicht waren. Nachts mussten die Mütter dauernd die Windeln wechseln – und die Schlafanzüge und Bettwäsche der Kinder gleich mit. Als Donovan eines Nachts keine Lust mehr hatte, alle paar Stunden alles durchzuwechseln, begann sie mit ihren Erfindungen. Es gelang ihr nicht gleich, aber am Schluss packte sie es doch. Mit dem Material von Fallschirmen, Duschvorhängen und Stoff nähte sie eine Windel, die gemütlich saß, keine Entzündungen hervorrief und vor allem dicht war. Und sofort war ihr nächtlicher Schlaf gerettet.

Physikalische und chemische Entdeckungen

Marie Curie ist die wohl berühmteste Erfinderin der Welt. Sie war schon als Jugendliche besonders schlau und auch selbstbewusst. Sie wollte studieren, aber weil das den Frauen in ihrem Heimatland Polen damals noch erlaubt war, zog sie nach Paris in Frankreich. Dort studierte sie dann Physik und Mathematik. Als sie von der Forschung um den Stoff Uran hörte, war sie gleich interessiert. Um das Jahr 1900 begann sie selbst, damit zu forschen. Das besondere an Uran ist, dass es radioaktiv ist. Das heißt, Uran sendet Strahlung aus, die man nicht sehen, hören, riechen oder schmecken kann, die aber trotzdem da ist. Für Menschen ist sie gefährlich, wenn man dem Uran zu nahe kommt. Aber das Uran hat auch eine große Energie, die genutzt werden kann, um zum Beispiel Strom herzustellen. Die Strahlung des Urans war bereits bekannt, die hat der Physikprofessor von Curie bereits festgestellt. Sie selbst hat die Strahlung allerdings auch bei anderen Stoffen gefunden, zum Beispiel dem „Polonium“, das sie nach ihrer Heimat Polen so nannte. Und auch das Wort „radioaktiv“ hat Curie dafür erfunden. Das kommt vom lateinischen „radio“, das Strahlung bedeutet. Für ihre Entdeckungen hat Curie den Nobelpreis erhalten, den höchstens Preis für Wissenschaftler. Und sie war die allererste Frau auf der Welt, die den Preis bekommen hat. Noch wichtiger aber: Marie Curie hat damit eine der wichtigsten Entdeckungen in der Naturwissenschaft gemacht.

Das Lucky-Rätsel: Kennt ihr die Erfindungen?

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In seinem neuen Heft hat Lucky euch ein Kreuzworträtsel gestellt.

Hier haben wir nochmal die Fragen.

Könnt ihr sie lösen?

  1. Es ist eine der ersten Erfindungen – und eine der wichtigsten. Heute gibt es das an Autos, als Riesen-… und als Drei-…
  2. Im Sommer will keiner darauf verzichten. Es ist kühl und einfach lecker. Was ist es?
  3. Heute hat jeder zuhause einen Drucker stehen. Mit dem könnt ihr einzelne Blätter oder gleich ein kleines Buch drucken. Zum allerersten Mal hat das ein Deutscher vor fast 600 Jahren gemacht. Dank ihm mussten Bücher nicht mehr von Hand geschrieben werden. Seine Erfindung ist der …
    ARCHIV - Ein Mann geht am 23.02.2015 In Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) an einem öffentlichen Münztelefon der Telekom vorbei. Foto: Martin Gerten/dpa (Zu dpa "Monopolkommission pocht auf mehr Wettbewerb für Post und Telekom") +++(c) dpa - Bildfunk+++
  4. Es klingelt, es vibriert, es macht Musik. Das Smartphone kennt heute fast jeder. Früher hatte es noch Tasten und keinen Bildschirm. Und noch früher hatte es nur eine Wählscheibe, mit der die Leute die Zahlen aussuchten, die sie wählen wollten. Der erste Satz, der durch es gesprochen wurde, war: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.“ Bevor es Smartphone hieß, nannte man dieses Gerät früher …
  5. Cowboys schießen damit, es knallt und raucht. Erfunden hat es der Amerikaner Samuel Colt.
  6. Auch damit kann man schießen. Allerdings nur Fotos. Das richtige Wort für diese Erfindung lautet wie?
  7. Noch eine deutsche Erfindung: Ohne diese würde heute fast kein Auto fahren können und alle Rennfahrer wären nur auf dem Pferd unterwegs. Im Auto findet ihr diese Erfindung meistens ganz vorne unter der Haube.
  8. Wie hören Menschen Musik? Mit CDs, als Datei auf einem MP3-Player oder in einem Konzertsaal? Da gibt es noch eine Variante, die ihr bestimmt kennt. Da kommen auch zwischendrin immer Nachrichten und ein Sprecher, der euch Nachrichten vorliest. 
  9. Na, wann wart ihr zum letzten Mal von zuhause weg, um mit Popcorn und Limonade einen Film zu schauen? Und wie hieß das nochmal, wo ihr da hin seid? Als die Menschen zum ersten Mal an so einem Ort einen Film gesehen haben, sind sie schreiend hinausgelaufen, weil sie Angst hatten, dass der Zug im Bild auch in echt auf sie zufährt.
  10. Die Tochter von einem amerikanischen Präsidenten hatte mal ein Kuscheltier bekommen, das sie sehr mochte. Ein Teddybär sitzt am 12.07.2015 auf dem Festivalgelände beim Splash-Festival in Ferropolis (Sachsen-Anhalt) vor der Hauptbühne im Regen. Das Splash-Festival ist mit 20.000 Besuchern ausverkauft und findet vom 10. bis 12. Juli statt. Foto: Ole Spata/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++Es war ein kleiner Bär mit beweglichen Armen und Beinen. Sie hat ihm einen Namen gegeben und seitdem war es eines der beliebtesten Kuscheltiere der Welt. Wie heißt der kuschlige Bär?
  11. Manche haben eins zuhause, manche nicht. Eure Eltern gucken darauf meist die Nachrichten oder einen Polizeifilm, ihr vielleicht einen Kinderfilm. Auch DVDs kann man damit schauen. Es geht um das …
  12. E-Mails schicken, Spiele spielen, Texte schreiben – das alles kann man damit machen. Den ersten davon gab es vor etwa siebzig Jahren. Das ist noch gar nicht so lange her! Aber wie heißt dieses Wundergerät?
  13. Lange Zeit haben die Menschen Filme in schwarz-weiß geschaut. Dann wurde mit einem Knopfdruck alles bunt. Ab sofort gab es dann Filme und Fernsehen in …
  14. Als Deutschland das erste mal Weltmeister im Fußball wurde, spielten sie gegen Ungarn. Deutschland gewann 3:2. Dabei hatten sie einen entscheidenden Vorteil. Und zwar hatten sie unter ihren Schuhen etwas, das ihnen viel mehr Halt auf dem Gras gab. Wie nennt man diese dicken Noppen?
  15. In Weltraumgeschichten sind die Schwerter der Ritter immer daraus gemacht und in großen Fabriken wird damit Stahl geschnitten. Es geht um ein ganz starkes Licht, das man … nennt.
  16. Man sieht es nicht, man fühlt es nicht, aber es ist doch überall. Man verschickt E-Mails darüber, surft darin oder schaut Videos. Die weltweite Abkürzung lautet www (weltweites Web). Was ist es?
  17. Es gab mal eine Zeit, da musste man zum Telefonieren auf die Straße gehen. Denn nur dort hingen Telefone an der Wand und kaum jemand hatte eins zuhause. Es war auch immer mit der Wand verbunden. Mittlerweile hat fast jeder Erwachsene ein Telefon in der Tasche. Nur nennt man es anders, seit man es frei herumbewegen kann. Wie nämlich?
  18. Ein kleiner Stick, man kann hunderte Dateien darauf speichern, er kann an jeden Computer angeschlossen werden. Mit richtigem Namen heißt dieser …-Stick.

Und die Auflösung findet ihr nächste Woche
hier auf Luckys Internetseite.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein USB-Stick liegt am 15.01.2014 in Berlin neben einem Laptop. Foto: Ole Spata/dpa (zu dpa «Fachleute finden schwere Sicherheitslücke in USB-Sticks» vom 31.07.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Wie wurde das Internet erfunden?

Wir tippten das „L“ ein und fragten am Telefon: Seht ihr das „L“?

Es klappte. Professor Leonard Kleinrock tippte auch das „O“ und das „G“ in den Computer. Er selbst saß in Massachusets, einer Stadt in den USA. Viele hundert Kilometer weiter erschienen die Buchstaben auf einem anderen PC. Es war das allererste Mal, dass so etwas funktionierte. Dann stürzte der Computer ab.

ARCHIV- Informatik-Professor Leonard Kleinrock steht in Los Angeles neben dem Interface Message Processor (IMP), mit dem 1969 die erste Internet-Verbindung zustande kam (jüngeres Archivfoto). Die vielleicht wichtigste Erfindung seit dem Buchdruck begann mit einem Computerabsturz. Es war am 29. Oktober 1969, als der Informatik-Professor Leonard Kleinrock und einer seiner Studenten versuchten, ihren Großrechner in Los Angeles mit einer Maschine im 500 Kilometer entfernten Stanford zu verbinden - ein Novum in der noch jungen Computerwissenschaft. «Wir tippten das L ein und fragten am Telefon: Seht ihr das L?», erinnert sich Kleinrock. Es klappte. Er tippte das O, das G - und dann stürzte der Rechner ab. Auch wenn die Einwahl mit dem Wort «Login» im zweiten Versuch klappte: Kleinrock und Kollegen kam die Verbindung zwischen den zwei kühlschrankgroßen Rechner keinesfalls revolutionär vor. Keine Kamera, kein Mikrophon hielt den historischen Moment fest, nur ein dürrer Protokolleintrag. Dennoch legten sie mit ihrer Forschung den Grundstein für die Vernetzung von Computern - und damit für das Internet, das vier Jahrzehnte später die Welt grundlegend verändert hat. Foto: Handout (zu dpa-Korr "Absturz mit Folgen: Wie das Internet zur Welt kam" vom 23.10.2009) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Professor Kleinrock neben dem Computer, mit dem er zum ersten Mal im Internet war.

Kleinrock hatte im Jahr 1969 als erster Mensch der Welt eine Internetverbindung erstellt und genutzt. Beim zweiten Versuch konnte er auch das komplette Wort „Login“ schreiben. Login heißt bei technischen Sachen so viel wie Eingang – in diesem Fall der Eingang in das Internet. Die Computer, die Kleinrock und seine Kollegen damals nutzten, waren so groß wie Kühlschränke.

Der Professor ist allerdings nicht der einzige Erfinder des Internets. Da es sehr schwierig zu erfinden war, haben überall auf der Welt auch noch viele Jahre später Leute daran gearbeitet und wichtige Entdeckungen gemacht.

Einer davon ist zum Beispiel Tim Berners-Lee. Er ist Brite und hat zusammen mit einigen Schweizern herausgefunden, wie man das Internet programmiert. Also was für Kommandos man in den PC eintippen muss, damit man verschiedene Internetseiten überhaupt aufbauen und aufrufen kann. Das ist so, wie wenn ihr mit einem Freund zusammen ein Lego-Haus bauen wollt, aber nur er die Steine anfassen darf. Ihr müsst ihm sagen, was er tun soll und welcher Stein an welche Stelle kommen muss. Dazu müsst ihr euch sehr genau ausdrücken und euer Freund muss eure Erklärungen verstehen. Nur dann kann er alles genau nach euren Angaben zusammenbauen. Ihr seid in diesem Fall Tim Berners-Lee, der Programmierer, und euer Freund ist der Computer. Ihm sagt ihr, wie er das Lego-Haus, also das Internet, zusammenstellen soll.

Zum Themendienst-Bericht "Computer/Hardware/KORR/" von Susanne Wächter vom 7. Mai: Der Erfinder und sein Werk: 1989 präsentierte Konrad Zuse in Berlin einen Nachbau seiner im Zweiten Weltkrieg zerstörten Rechenmaschine Z1.(Archivbild vom 14.09.1989/Honorarfreie Veröffentlichung nur für gms-Themendienst-Bezieher) Foto nur s/w
Der erste Computer der Welt mit seinem Erfinder Conrad Zuse

 

Die erste Internetseite der Welt wurde übrigens von Schweizern gemacht. Sie ist auf Englisch und immer noch im Internet zu finden. Ihr erreicht sie über info.cern.ch.

Als die allerersten Versuche mit dem Internet funktioniert haben, wurde es schnell weiterentwickelt. Eine geheime Firma des amerikanischen Militärs namens „ARPA“ war daran besonders stark beteiligt. Sie wollten das Internet für ihr Militär nutzen. Amerika war zu dieser Zeit nämlich ständig im Wettstreit mit Russland, wer die bessere Technik hat und wer stärker ist.

 

 

Aber auch viele Universitäten bastelten am Internet herum. Für sie war es ebenfalls nützlich: Damals waren nämlich alle Computer noch sehr spezialisiert und standen nur in Labors. Das heißt, in der einen großen Stadt gab es einen Computer, der besonders gut rechnen konnte. Und in einer anderen Stadt stand ein Computer, der besonders gut Bilder machen konnte. Wenn man also in einer Stadt mit einem Rechen-Computer war, aber ein Bild erstellen wollte, musste man viele Stunden in die andere Stadt fahren. Das war ein sehr großer Aufwand. Mit dem Internet konnte man diese Computer aber verbinden und die Aufgaben auch aus der Ferne ausführen, ohne einen Fuß aus dem eigenen Labor zu setzen.

ARCHIV - Auf dem Wenigemarkt ist am 10.12.2013 in Erfurt (Thüringen) das Logo eines WLAN-Hotspots von Kabel Deutschland zu sehen. Das geplante WLAN-Gesetz der schwarz-roten Regierungskoalition, mit dem eigentlich die Verbreitung von öffentlichen Hotspots gefördert werden soll, wird nach Einschätzung von Netzaktivisten genau das Gegenteil erreichen. Foto: Martin Schutt/dpa (zu dpa "Digitale Gesellschaft: WLAN-Gesetz verhindert offene Funknetze" vom 03.12.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Mittlerweile gibt es fast überall Internet. Sogar auch schon in Cafés und Einkaufsläden.

Heutzutage sind Computer und das Internet natürlich viel weiter verbreitet. Fast überall auf der Welt gibt es sie. Das ist nur aus einem Grund möglich: Jeder konnte am Internet mitarbeiten. Es gab und gibt immer noch keine Beschränkung. Jeder, der eine gute Idee und genügend Wissen hat, kann das Internet verbessern.

Das bringt aber natürlich auch Gefahren mit sich: Denn wenn jeder am Internet arbeiten kann, nutzen das manche eigensinnige Menschen auch für böse Zwecke: Sie bauen Fallen in das Internet ein und betrügen diejenigen, die nicht genug aufpassen. Sie stehlen dann zum Beispiel Dateien vom Computer oder fordern viel Geld. Daher ist das Internet sowohl sehr nützlich, als auch gefährlich.

In den nächsten Artikeln auf dieser Seite lest ihr dann, was in der ersten E-Mail geschrieben stand und warum es überhaupt Computer gibt.