Erkundet die Ritterburgen und Ruinen vor eurer Haustür!

Wusstet ihr, dass es in Rheinland-Pfalz über 430 Burgen gibt? 54 davon gibt es allein bei uns, also in den Landkreisen Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel und Trier-Saarburg. Das Moselland ist einer der Orte mit den meisten Burgen in ganz Europa.

Früher haben Herrscher und Könige Schlösser bauen lassen, um vor gegnerischen Angriffen geschützt zu sein. Außerdem konnten sie damit zeigen, wie mächtig und reich sie sind. Heute kann man diese alten Ritterburgen immer noch besuchen und erleben, wie die Menschen früher gelebt haben. Denn viele Dinge, die für uns ganz normal sind, gab es im Mittelalter gar nicht. Heute drückt man auf einen Schalter und ein Licht geht an oder man dreht ein kleines Rädchen und es fließt warmes Wasser. Damals war das nicht so einfach. Strom gab es nicht. Man musste eine Fackel oder eine Kerze anzünden, damit man nicht im Dunkeln gegen eine Mauer läuft. Und das Wasser musste man auch mit einem Feuer heiß machen um ein schönes Bad zu nehmen.

Viele der Burgen sind noch gut erhalten und es wohnen sogar Menschen darin. Andere jedoch sind mittlerweile zu Ruinen zerfallen und verlassen. Doch die Burgen sind nicht nur interessant anzusehen, man kann auch eine Menge lernen.

Gerade in unserer Region gibt es viele Berge und Hügel. Die Ritter haben das als ein Vorteil für ihre Schlösser genutzt. Sie haben ihre Schlösser auf den höchsten Bergen und Klippen gebaut, damit Angreifer keine Chance hatten, hinein zu gelangen. Die Feinde mussten erst den ganzen Berg hochklettern, um dann völlig erschöpft die Burg anzugreifen. Diese Schlösser nennt man übrigens Höhenburgen. Das Burg Falkenstein ist übrigens so eine Höhenburg. Sie befindet sich auf der höchsten Erhebung der Pfalz und liegt in 425 Meter Höhe.

Eine andere Möglichkeit um das Schloss zu schützen, war es, einen großen Wassergraben um die Mauern zu ziehen. Die Angreifer konnten so nur schwer an die Burgmauern kommen, um sie zu zerbrechen oder um daran hochzuklettern. Diese Schlösser nennt man übrigens „Wasserburgen“ und es gibt zum Beispiel eine in Welschbillig.

Viele der Bauwerke sind bis zu 900 Jahre alt. Sie stammen aus dem tiefsten Mittelalter. Heute werden die alten Festungen der Ritter für Feiern genutzt oder bewohnt.

Falls du mal auf eine Erkundungstour in die Welt des Mittelalters machen und du eine echte Ritterburg sehen möchtest, haben wir hier eine Karte mit den Schlössern der Umgebung für dich:

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