Lernen mit Hand, Herz und Kopf: Kinder informieren sich über ihre Rechte  

Wisst ihr, dass es überall auf der Welt verschiedene Gesetze gibt? Der Sinn von Gesetzen ist, das Leben von Menschen untereinander zu regeln. Jeder Mensch hat nämlich bestimmte Rechte, wie zum Beispiel vor schlimmen Dingen beschützt zu werden, oder dass man ohne Angst sagen darf, was man denkt und was man möchte.

Es gibt allgemeine Rechte für alle Menschen (die sogenannten Menschenrechte) und auch spezielle Rechte für bestimmte Gruppen. Eine solche Sammlung von speziellen Rechten sind die Kinderrechte. Jedes Jahr am 20. November wird auf die Rechte der Kinder aufmerksam gemacht. Es ist Tag der Kinderrechte.

Die ehrenamtlichen Mitglieder der toupi-group freuen sich auf den Workshop
Die ehrenamtlichen Mitglieder der Toupi-Gruppe freuen sich auf den Workshop. Foto: Daniel Zimmermann

Auch in Trier gibt es deswegen eine besondere Ausstellung für Kinder in der Volkshochschule am Domfreihof. Die Mitglieder der toupi-group (sprich: tuupi-gruup), einer Gruppe von Menschen, die sich für Kinderrechte einsetzen, haben drei Schulklassen der Keune-Grundschule in Trier die Kinderrechte erklärt.

 

 

Spannende Fragen werden geklärt und viel Neues gelernt.
Spannende Fragen werden geklärt und viel Neues gelernt. Foto: Daniel Zimmermann

50 Drittklässler haben bei dem Projekt mitgemacht und an mehreren Stationen unterschiedliche Dinge zu den Kinderrechten gelernt. Dabei wurde zusammen mit den Schülern wichtigen Fragen nachgegangen: Warum gibt es Kinderrechte? Warum sind sie wichtig? Haben alle Kinder die gleichen Rechte?

 

 

Die Schüler lösen ein eigens erstelltes Kinderechte-Quiz
Die Schüler lösen ein eigens erstelltes Kinderechte-Quiz. Foto: Daniel Zimmermann

 

An einer ersten Station gab es Schaubilder und Tafeln mit wichtigen Informationen zu den Kinderrechten und deren Geschichte zu lesen. So lernten die Schüler, dass die Kinderrechte erst seit dem 20. November 1989, also seit 27 Jahren, offiziell von den Vereinten Nationen der Welt anerkannt worden sind. Die Vereinten Nationen sind ein Bündnis von Staaten auf der ganzen Welt, die zusammenarbeiten und Entscheidungen treffen. Auch war für viele Kinder neu, dass es 54 einzelne Artikel, also Gesetze, zu den Kinderrechten gibt, und dass diese in einer Sprache geschrieben sind, die für Kinder nicht leicht zu verstehen ist.

 

Getanzt wird in der Gruppe zuerst ohne und dann zum Spaß aller mit Kostümen.
Getanzt wird in der Gruppe zuerst ohne und dann zum Spaß aller mit Kostümen. Foto: Daniel Zimmermann

An einer zweiten Station lernten die Schüler wichtige Grundsätze, auf denen die Kinderrechte aufgebaut sind, wie Gleichheit, Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft. Besonders viel Spaß hatten die Schüler bei einer Tanzübung in farbigen Ganzkörperkostümen, sodass man nicht mehr einzelne Schüler erkennbar waren, sondern nur noch Mitglieder einer gemeinsamen Gruppe.

 

 

Beim Ausdenken eines eigenen Kinderrechte-Raps ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht.
Beim Ausdenken eines eigenen Kinderrechte-Raps ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht. Foto: Daniel Zimmermann

An einer anderen Station wurde es dann musikalisch. Die Kinder dachten sich ein eigenes Rap-Stück über die Kinderrechte und deren Wichtigkeit aus und musizierten dabei zusammen mit den Betreuern. Die Schüler hatten jedenfalls großen Spaß an der ungewöhnlichen Lehrstunde. Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust bekommen, noch mehr über Kinderrechte zu erfahren. Die gibt es hier zu lesen: http://lucky.volksfreund.de/?p=1359&preview=true

 

Über die Toupi-Gruppe: Bereits seit über zwei Jahren setzt sich die Toupi-Gruppe immer wieder in Workshops für die Kinderrechte und ein und ist Mitglied in einem Netzwerk, dem zum Beispiel auch das Informationsbüro für Kinder in Trier, das TRIKI, angehört. Internet: http://www.toupi-group.org/