Archiv für den Monat: Januar 2017

Warum feiern wir Karneval?

Über den Ursprung von Karneval gibt es viele Theorien. Bereits in der Antike, also vor 2.000 Jahren, veranstalteten die Griechen ein großes Fest mit Theater, Wein, Tanz, Musik und Kostümen. Sie huldigten damit ihrem Gott Dionysos.

Eine andere Tradition gibt es bei den alten Römern, die jedes Jahr ihr Saturnalienfest zu Ehren des Gottes Saturn feierten. An einem Tag im Jahr tauschten hier Herren und Sklaven die Rollen: Die Herren bedienten die Sklaven und die Sklaven durften tun und lassen was sie wollten. Sie haben zum Beispiel Witze über ihre Herren erzählt und die Herrschaftsverhältnisse kritisiert, wofür sie sonst eine harte Strafe bekommen hätten. Das ist auch der Ursprung der Büttenrede, einer lustigen oder kritischen Rede, die heute noch an Karneval gehalten wird.

Ein etwas anderes Fest haben die Germanen mit ihrem Frühlingsfest gefeiert: Sie glaubten fest daran, dass im Winter Dämonen ihr Unwesen in der Natur treiben. In jedem Frühjahr verkleideten sie sich deshalb schaurig und machten mit Trommeln und Rasseln viel Lärm, um die winterlichen Dämonen und die bösen Geister zu vertreiben.

Später entwickelte sich daraus ein christlicher Brauch. Die katholische Kirche nutzte die schon bestehenden Feste und gab ihnen eine neue Bedeutung. Anstelle von bösen Geistern feierte sie die Vertreibung des Teufels. Der Papst verknüpfte das Fest dann mit der christlichen Fastenzeit, in der gläubige Christen sechs Wochen auf einig Speisen wie beispielsweise Fleisch oder Süßigkeiten verzichten sollen. Seitdem finden die Hauptfeiern zu Karneval immer in der Woche vor der Fastenzeit statt.

Anna Fries

Karneval, Fastnacht und Fasching – die närrische Jahreszeit beginnt

Bald ist es soweit, Karneval steht vor der Tür. Viele Menschen basteln schon an ihrer Verkleidung, studieren Tänze ein oder arbeiten an ihren Reden. Je nach Region heißt das Fest auch Fasching oder Fastnacht. Eine Verkleidung, Straßenumzüge, Musik und Süßigkeiten gehören auf jeden Fall dazu.

In unserer Region gibt es zu Karneval auch oft ein Prinzenpaar, Kappensitzungen mit Showelementen, Gardetänzen und lustigen Reden. Ganz wichtig ist dabei die Verkleidung: Ob Astronaut, Indianer, Hexe, Schlumpf, Frosch oder Pirat – der eigenen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für einige Tage kann man in jede beliebige Rolle schlüpfen. Aber was wird eigentlich an Karneval gefeiert? Und woher kommt das Fest ursprünglich?

Heute werden Karnevalsfreunde Narren oder Jecken genannt. Die Karnevalsaison startet jedes Jahr offiziell am 11. November um 11.11 Uhr. Der Höhepunkt aber liegt in der Woche vor der Fastenzeit, also in circa sechs Wochen von Donnerstag, 23. Februar bis Mittwoch, 1. März. Die Menschen nutzen die Gelegenheit, noch einmal ausgelassen zu feiern, Süßigkeiten zu essen und Scherze zu machen. Von Weiberdonnerstag bis Fastnachtsdienstag ziehen die Narren ausgelassen durch die Straßen. In vielen Orten werden zudem Straßenumzüge, Kappensitzungen und lustige Feiern veranstaltet. Mit dem Aschermittwoch endet dann das bunte Treiben.

Die beiden Hauptfeiertage des Karnevals sind Weiberfastnacht und Rosenmontag. An Weiberfastnacht übernehmen traditionell die Frauen für einen Tag die Macht. Als symbolisches Zeichen schneiden sie oft den Männern die Krawatte ab. Das Wochenende darauf und der Rosenmontag gelten als Höhepunkte der Fastnacht. In vielen Städten, auch in Trier, gibt es einen großen Straßenumzug.

Für den Namen „Rosenmontag“ gibt es zwei Erklärungen: Die Brüder Grimm, zwei bekannte Märchenerzähler, behaupten, der Name sei aus dem Mittelhochdeutschen „Rasenmontag“ abgeleitet, was toll, lustig oder toben bedeutet. Eine andere Erklärung bietet die kirchliche Tradition: Seit dem 11. Jahrhundert weihte der Papst am dritten Sonntag vor Ostern eine goldene Rose und überreichte sie einer verdienstvollen Person. Das Komitee, welches die Karnevalsveranstaltungen organisiert, benannte sich irgendwann nach diesem Brauch in „Rosenmontagsgesellschaft“. Der Name wurde später auf den Umzug übertragen.

Anna Fries

Filme gucken und entscheiden, welcher der beste ist

Filme und Fernsehsendungen schauen, und das auch noch im Auftrag: Das machen die Kinder der Jury des „Goldenen Spatz“. So heißt ein Preis, der jedes Jahr bei einem großen Fest an die besten deutschsprachigen Filme, Fernsehsendungen und Internetseiten für Kinder in der Stadt Gera vergeben wird. Auch das Fest heißt „Goldener Spatz“.

Die Preise werden von einer Kinderjury vergeben – und wer Teil dieser Gruppe sein will, kann sich noch bewerben. Anmeldeschluss ist der kommende Freitag, 20. Januar. Mehr Infos findet ihr auf der Internetseite der Festorganisatoren: http://goldenerspatz.de/mitmachen/bewerbung-kinderjury-kino-tv.html 

Zu den Vorführungen in Gera und Erfurt werden natürlich viele Besucher erwartet, vor allem aber Kinder. Eingeladen werden außerdem diejenigen, die an der Herstellung der Filme mitgearbeitet haben: Regisseure, Autoren, Schauspieler, Moderatoren, Produzenten und andere Beteiligte.