Karneval, Fastnacht und Fasching – die närrische Jahreszeit beginnt

Bald ist es soweit, Karneval steht vor der Tür. Viele Menschen basteln schon an ihrer Verkleidung, studieren Tänze ein oder arbeiten an ihren Reden. Je nach Region heißt das Fest auch Fasching oder Fastnacht. Eine Verkleidung, Straßenumzüge, Musik und Süßigkeiten gehören auf jeden Fall dazu.

In unserer Region gibt es zu Karneval auch oft ein Prinzenpaar, Kappensitzungen mit Showelementen, Gardetänzen und lustigen Reden. Ganz wichtig ist dabei die Verkleidung: Ob Astronaut, Indianer, Hexe, Schlumpf, Frosch oder Pirat – der eigenen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für einige Tage kann man in jede beliebige Rolle schlüpfen. Aber was wird eigentlich an Karneval gefeiert? Und woher kommt das Fest ursprünglich?

Heute werden Karnevalsfreunde Narren oder Jecken genannt. Die Karnevalsaison startet jedes Jahr offiziell am 11. November um 11.11 Uhr. Der Höhepunkt aber liegt in der Woche vor der Fastenzeit, also in circa sechs Wochen von Donnerstag, 23. Februar bis Mittwoch, 1. März. Die Menschen nutzen die Gelegenheit, noch einmal ausgelassen zu feiern, Süßigkeiten zu essen und Scherze zu machen. Von Weiberdonnerstag bis Fastnachtsdienstag ziehen die Narren ausgelassen durch die Straßen. In vielen Orten werden zudem Straßenumzüge, Kappensitzungen und lustige Feiern veranstaltet. Mit dem Aschermittwoch endet dann das bunte Treiben.

Die beiden Hauptfeiertage des Karnevals sind Weiberfastnacht und Rosenmontag. An Weiberfastnacht übernehmen traditionell die Frauen für einen Tag die Macht. Als symbolisches Zeichen schneiden sie oft den Männern die Krawatte ab. Das Wochenende darauf und der Rosenmontag gelten als Höhepunkte der Fastnacht. In vielen Städten, auch in Trier, gibt es einen großen Straßenumzug.

Für den Namen „Rosenmontag“ gibt es zwei Erklärungen: Die Brüder Grimm, zwei bekannte Märchenerzähler, behaupten, der Name sei aus dem Mittelhochdeutschen „Rasenmontag“ abgeleitet, was toll, lustig oder toben bedeutet. Eine andere Erklärung bietet die kirchliche Tradition: Seit dem 11. Jahrhundert weihte der Papst am dritten Sonntag vor Ostern eine goldene Rose und überreichte sie einer verdienstvollen Person. Das Komitee, welches die Karnevalsveranstaltungen organisiert, benannte sich irgendwann nach diesem Brauch in „Rosenmontagsgesellschaft“. Der Name wurde später auf den Umzug übertragen.

Anna Fries