Archiv für den Monat: März 2017

Was ist eigentlich ein „Foodtruck“?

Das Wort „Foodtruck“ kommt aus dem Englischen. Damit ist ein Imbisswagen gemeint. Der ist als Foodtruck aber meistens viel größer als die üblichen, kleinen Imbissbuden, die man zum Beispiel aus Städten kennt.

Denn Foodtrucks (gesprochen „Fudtracks“) sind umgebaute große Busse. Da ist dann mehr Platz zum Kochen. In Amerika werden dafür gerne gelbe Schulbusse verwendet, die nicht mehr gebraucht werden. Foodtrucks sieht man nun auch häufiger in Deutschland.

In Foodtrucks wird oft sehr exotisches Essen angeboten. Es gibt nicht unbedingt nur Pommes und Burger oder Currywurst. Zum Beispiel auch ein richtiges Steak oder vegane Burger.

Die Idee eines Foodtrucks ist, mobil in verschiedenen Städten als kleines, fahrendes Restaurant unterwegs zu sein. Wenn man zum Beispiel ein Restaurant gründen möchte, kostet das sehr viel Geld. Da ist ein kleines Restaurant in einem Truck schon eine gute Idee für den Anfang. So kann man kreativ austesten, ob die Geschäftsidee gut ankommt. Außerdem erfährt man auf diesen Weg direkt, wie gut das Essen den Gästen eigentlich schmeckt und ob sie Verbesserungsvorschläge haben.

Foodtrucks sind vor allem bei großen Feiern zu finden, zum Beispiel auf dem Street-Food-Market in Trier. Dort wird einmal im Jahr Essen aus aller Welt aus verschiedenen Foodtrucks angeboten – von arabischem, mexikanischem, italienischem bis indischem Essen ist alles dabei. Den Street-Food-Market gab es letztes Jahr mit etwa 30 Foodtrucks.  Auch dieses Jahr findet wieder ein solches Fest in Trier statt, das genaue Datum steht allerdings noch nicht fest. Dann kannst du dir unterschiedliche Foodtrucks aus der Nähe anschauen – und dich von ihrem Essensangebot überzeugen.

Hans-Peter Linz/Laura Mayer

Scheuer (und seltener) Jäger: Luchse in unseren Wäldern

Wusstest du, dass der Luchs früher auch in unserer Region zu finden war? Vor sehr vielen Jahren wurde er aber gejagt und getötet. Ein Experte erklärt, warum.

Lucky: Warum wurde der Luchs vor 300 Jahren ausgerottet?
Manfred Trinzen: Er war ein Konkurrent – für die Menschen, weil er Schafe und Ziegen riss. Eigentlich frisst ein Luchs Rehe und Hasen. Die Menschen verkleinerten aber seinen Lebensraum, und die Nahrung des Luchses, das Wild, verschwand. So trat er in Konkurrenz zu armen Bauern und ihren Tieren.

Lucky: Wurde er auch wegen seines Felles gejagt?
Manfred Trinzen: Auch, aber das blieb Adeligen vorbehalten. Entscheidend war die Konkurrenz. Es gab sogar Prämien für Jäger für den Abschuss von Luchsen.

Lucky: Nun gibt es Berichte, wonach der Luchs wieder in der Eifel umherstreife.
Manfred Trinzen: Es hat in letzter Zeit immer wieder Luchse gegeben. Eine Lüchsin mit ihren zwei Kindern ist mal gesehen worden, aber sonst gibt es nur Spuren. Und die sind schwer zu finden.

Lucky: Was ich aber im Wald mal tatsächlich einem Luchs begegnen sollte – was mache ich dann?
Manfred Trinzen: Ich würde mich freuen, würde allen Freunden  von dem Erlebnis erzählen und auch eine Meldung an die Hotline/Behörde machen.
Fragen: Miguel Castro

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Manfred Trinzen ist Biologe und Filmemacher. Er ist ein Experte für Wildkatzen und Großkarnivoren (Große Fleischfresser). Das ist eine Bezeichnung für Wölfe und Luchse. Wer solche Tiere in freier Natur entdeckt, kann eine spezielle Behörde anrufen. Sie sammelt Informationen zu Luchsen und Wölfen. Telefon: 06306/911199.

Baum-Welt-Pfad: Auch ein Mammut fängt klein an

Riesen aus aller Welt gibt es bei einem Waldspaziergang in einem Wald bei Trier zu sehen.

Wusstest du? In Trier gibt es einen Baum-Welt-Pfad. Das Besondere: Dort kannst du bei einem kleinen Spaziergang 22 exotische Baumarten aus vielen verschiedenen Ländern der Welt bestaunen – wie zum Beispiel den Urwelt-Mammutbaum aus China , die Riesen-Mammutbäume aus Kalifornien oder den nach Lebkuchen duftenden Kuchenbaum aus Japan. Zu jeder Baumsorte gibt es ein Schild, auf dem steht, aus welchem Land der Baum ursprünglich stammt und was ihn besonders macht.

Insgesamt 80 unterschiedliche Baumarten sind in Deutschland heimisch. Vor 100 Jahren haben Förster mit einem Test angefangen. Sie wollten wissen, ob Bäume aus anderen Ländern auch in unseren Wäldern leben können und brachten daher einige Baumarten in ein Waldgebiet bei Trier.

Der zweistündige Spaziergang startet am Forstamt Trier im Stadtteil Quint. Es gibt Rastmöglichkeiten, und inzwischen sind fast zwei Kilometer des Rundweges rollstuhl- und kinderwagengerecht ausgebaut.

Am Weg kannst du übrigens einen „Kindergarten“ besichtigen. Dort wachsen junge Verwandte der Baumriesen heran – vielleicht entdeckst du ja dort einen kleinen Mammutbaum … Laura Mayer