Bergbautechnologen, Maschinen und Messgeräte

Auch heute werden in Bergwerken Bodenschätze gefördert – bei uns in der Region in den Orten Wellen und Mayen. Allerdings kommen Maschinen statt Hacken zum Einsatz, es gibt viel mehr Sicherheit. Und der Name des Berufs hat sich geändert: Bergbautechnologen „fahren“ in den Untergrund. Ein Experte weiß, warum.

Herr Mersch, was macht ein Bergbautechnologe?
Thomas Mersch Die Arbeit hat sich zu früher verändert. Heute ist es wichtig, Geräte und Computer zu bedienen: In der Ausbildung lernt ein zukünftiger Bergbautechnologe zum Beispiel am Simulator, wie er eine Bohrung vorbereitet – später im Bergwerk kann das nicht geübt werden, das ist dann eine einmalige Sache. Ein Bergbautechnologe benutzt Messapparate, um Gestein zu entdecken, das abgebaut werden kann. Er pflegt die benutzten Maschinen, zum Beispiel ein Mahlwerk, um die gesprengten Steine zu zerkleinern. Und er lernt in der Ausbildung auch sprengen. Das ist ein explosiver Beruf.

Ist es nicht ein gefährlicher Job?
Thomas Mersch Die körperliche Anstrengung ist nicht mehr so stark wie früher. Und Sicherheit ist wichtig. Die Bergleute [„Kumpel“, wie sie sich nennen] haben zum Beispiel immer eine eigene Sauerstoff-Maske für den Notfall dabei.

Früher durften nur Männer in einem Bergwerk arbeiten. Wie ist das heute?
Thomas Mersch Das gilt nicht mehr. Auch Frauen können diesen Beruf erlernen. Aber die meisten sind immer noch Männer. Es muss ja ein Interesse für diese Arbeit geben.

Was ist für Sie das Besondere am Beruf?
Thomas Mersch Es ist eine andere Welt unter Tage. Da gibt es in Bergwerken Verkehrsschilder und Kreuzungen. Und das ganze Jahr hindurch ist dort die gleiche Temperatur: 12 Grad.

Wenn ich nun unter Tage arbeite, was sollte ich dann haben?
Thomas Mersch Keine Furcht vor engen Räumen oder Dunkelheit und vor allem keine Angst vor der Tiefe: Die Arbeit ist schließlich viele Meter unter der Erdoberfläche.

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Zur Person: Thomas Mersch ist Ausbildungsberater. Er arbeitet für die Industrie- und Handelskammer Trier (IHK). Das ist ein Verband, der die Interessen von Firmen in der Region vertritt. (mc)

Ein Continuous Miner bricht im Salzbergwerk der Südwestdeutschen Salzwerke AG in Heilbronn (Baden-Württemberg) Salzgestein aus dem Berg. In den Stollen der Südwestdeutschen Salzwerke werden pro Jahr rund 5 Millionen Tonnen Salz abgebaut. Foto: Franziska Kraufmann dpa. Archivfoto von 2012.