Archiv für den Monat: Oktober 2017

Olympische Jugendspiele: Das sind die Sportarten

7er-Rugby: Beim 7-er Rugby versuchen jeweils sieben Spieler pro Team einen eierförmigen Ball hinter die sogenannte „Mallinie“ im „Malfeld“ zu legen, die sich jeweils an den Spielfeldenden befinden. Gespielt wird mit vollem Körpereinsatz, das heißt, dass die Spieler sich anrempeln dürfen. So kann es manchmal richtig wild zugehen.

Badminton: Beim Badminton spielen entweder zwei (Einzel) oder vier (Doppel) Spieler gegeneinander. Dabei halten alle Spieler einen Badmintonschläger in der Hand und schlagen einen Federball über ein Netz hin und her, bis er auf dem gegnerischen Boden landet. Dann bekommt der Spieler einen Punkt.

Basketball (3 gegen 3): In dieser Version spielen jeweils drei Spieler in einem Team gegeneinander. Ziel ist es, den Ball in den gegnerischen Korb zu werfen, der hoch in der Luft an den Spielfeldenden hängt. Dabei darf man den Ball dribbeln (auf dem Boden aufkommen lassen) und sich gegenseitig zuwerfen.

Beachhandball: Dazu gibt es im Blog auf http://lucky.volksfreund.de/2017/10/20/beachhandball/ mehr!

Beachvolleyball: Hier versuchen zwei Spieler pro Team einen Ball über ein Netz auf die gegnerische Seite zu schlagen. Dabei wird auf einer Spielfläche aus Sand gespielt (das englische Wort „Beach“, ausgesprochen „Bietch“, heißt nämlich „Strand“).

Bogenschießen: Beim Bogenschießen zielt der Spieler mit einem Bogen auf eine Zielscheibe, die einige Meter entfernt steht. Auf der Scheibe gibt es verschiedene Ringe: Je näher man in die Mitte trifft, desto mehr Punkte gibt es.

Boxen: Hier dürfen sich zwei Spieler gegenseitig mit den Fäusten schlagen. Gewonnen hat derjenige, der den anderen k.o. schlägt, das heißt, dass dieser nicht mehr weitermachen kann. Keine Sorge: Die Teilnehmer werden nicht wirklich verletzt. Das liegt zum Teil auch an den dicken Handschuhen, die die Sportler tragen.

Fechten: Zwei Fechter, die eine spezielle Schutzkleidung tragen, versuchen sich mit einem sogenannten Florett, Degen oder Säbel zu treffen. Vorstellen kann man sich diese Waffen wie ein Schwert, jedoch können sie niemanden ernsthaft verletzen. Bei dem Versuch den Gegner zu treffen, springen die Sportler meist vor und zurück.

Feldhockey: Beim Feldhockey wird auf einem Spielfeld aus (Kunst)Rasen gespielt. In der Version „Hockey5“ spielen fünf Spieler in einem Team und versuchen einen kleinen Ball mit Hilfe eines „Hockeyschlägers“ (ein langer Schläger, der unten gebogen ist) in das gegnerische Tor zu schlagen. Es gibt wie beim Fußball einen Torwart, der versucht die Bälle zu stoppen, bevor sie ins Tor rollen.

Futsal: Mit „Futsal“ ist eine Variante des Hallenfußballs gemeint. Anders als beim normalen Fußball spielen hier fünf Spieler pro Team und versuchen den Ball in ein kleineres Tor (Handballtor) zu schießen.

Gewichtheben: Beim Gewichtheben heben, wie der Name schon sagt, die Sportler unterschiedlich schwere Gewichte über ihren Kopf. Wie schwer das Gewicht ist, hängt unter anderem vom Geschlecht und vom Körpergewicht des Gewichthebers ab.

Golf: Der Spieler versucht einen kleinen, relativ schweren Ball mit Hilfe eines Golfschlägers (ein langer Stab mit gebogenem, dickem Ende) in ein kleines Loch zu befördern, mit so wenigen Schlägen wie möglich.

Judo : Die Kampfsportart „Judo“ kommt aus Japan. Ziel ist es, den Gegner mit speziellen Griffen auf die Matte zu werfen. Die Sportler tragen weiße Anzüge mit verschiedenfarbigen Gürteln. Die Farbe sagt aus, auf welchem Level der Judoka (also jemand, der Judo macht) ist.

Kanu: Ein Kanu ist ein Paddelboot, in dem man sich mit Hilfe eines kleinen Paddels (eine Art Ruder) fortbewegen kann. Es gibt verschiedene Disziplinen, unter anderem das Kanurennen, bei dem auf einer geraden Strecke der schnellste Sportler gewinnt.

Leichtathletik: Der Begriff „Leichtathletik“ umfasst verschiedene Disziplinen, zum Beispiel Laufen, Werfen und Springen. Wer am schnellsten läuft, am weitesten wirft und am höchsten springt, hat gewonnen.

Moderner Fünfkampf: Der Moderne Fünfkampf setzt sich aus fünf Disziplinen zusammen: Pistolenschießen, Degenfechten, Schwimmen, Springreiten und Querfeldeinlauf. Wer in den ersten vier Sportarten der Beste ist, darf beim Querfeldeinlauf als Erster starten, was natürlich ein großer Vorteil ist. Den Fünfkampf gewinnt jedoch derjenige, der auch beim Querfeldeinlauf gewinnt.

Radsport (BMXund Mountainbike): „BMX“ und „Mountainbike“ bezeichnen verschiedene Fahrradmodelle. Die Teilnehmer des Wettbewerbs fahren auf verschiedenen Strecken um die Wette. Auch hier gilt: Der Schnellste gewinnt.

Reiten: Hier sitzen die Sportler auf Pferden. Bei der Disziplin „Springreiten“ müssen Reiter und Pferd durch einen Parcours laufen und über verschiedene Hindernisse springen.

Ringen: Ringen war sogar schon im antiken Rom eine olympische Sportart und gehörte damals zum Fünfkampf. Mit dem ganzen Körper versucht man den Gegner umzuwerfen.

Rudern: Beim Rudern sitzen die Sportler in einem langen Boot und versuchen mit gemeinsamer Kraft möglichst schnell eine Strecke von 2000 Metern zu fahren. Dabei ist es wichtig, die Ruder (lange Stäbe mit einer größeren Fläche am Ende) gleichzeitig zu bewegen.

Schießen: Ähnlich wie beim Bogenschießen wird auf eine Zielscheibe geschossen, allerdingt mit einem Sportgewehr. Je näher man die Mitte der Scheibe trifft, desto mehr Punkte bekommt man.

Segeln: Beim Segeln sitzen die Sportler in einem Segelboot. An einer gerade aufgestellten Stange hängt ein riesiges Tuch. Dieses Tuch bläht sich durch den Wind auf, so kann es von der Luft nach vorne bewegt werden. Die Sportler müssen schauen, dass sie die Segel richtig ausrichten, damit sie schnell ans Ziel kommen.

Taekwondo: Diese Kampfsportart kommt aus Korea und setzt sich aus den Wörtern „tae“ (Fuß), „kwon“ (Faust) und „do“ (Weg) zusammen. Man kann also sowohl mit den Fäusten als auch mit den Füßen versuchen seinen Gegner zu besiegen.

Tennis: Beim Tennis spielen zwei (Einzel) oder vier (Doppel) Spieler gegeneinander. Sie schlagen den Ball mit einem Tennisschläger über ein Netz. Meistens prallt der Ball erst am Boden auf, bevor der Gegner zum Gegenschlag ausholt. Ziel ist es, den Ball so zu schlagen, dass der Gegenspieler ihn mit dem Schläger nicht mehr treffen kann.

Tischtennis: Tischtennis läuft so ähnlich ab wie Tennis, nur besteht das Spielfeld aus einem Tisch, auf dem ein kleiner weißer Ball hin- und hergeschlagen wird. Außerdem sind die Schläger kleiner.

Triathlon: Der Triathlon setzt sich aus den drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen zusammen. In dieser Reihenfolge gewinnt der schnellste Sportler.

Turnen: Turnen setzt sich aus verschiedenen Disziplinen zusammen: Beim Bodenturnen machen die Sportler Tricks, wie zum Beispiel Handstand oder Flic Flacs, beim Geräteturnen werden zum Beispiel Schwebebalken eingesetzt (der Sportler balanciert auf einem Balken und macht unter anderem Radschläge). Je schwieriger der Trick, desto mehr Punkte gibt es (aber nur wenn er gut vorgeführt wird).

Wassersport mit den Disziplinen:

Schwimmen: Beim Schwimmen wird in verschiedenen Arten um die Wette geschwommen: Brustschwimmen, Schmetterling, Freistil und Rückenschwimmen.

Wasserspringen:  Beim Wasserspringen springen die Sportler von unterschiedlich hohen Brettern (wie im Schwimmbad das 3-, 5- oder 10-Meter-Brett). Dabei versuchen sie während des Sprungs verschiedene Tricks zu machen, zum Beispiel eine Rolle vor- oder rückwärts.

 

Außerdem gibt es vier Sportarten, die neu bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2018 sind:

Tanzsport: „Breakdance“ wird nächstes Jahr in Buenos Aires als Wettkampf ausgetragen. Der Stil „Breakdance“ wurde in den 1970ern in Amerika erfunden. Man muss sehr sportlich sein, um diesen Tanzstil auszuüben, da Arme, Beine und sogar manchmal der Kopf eingesetzt werden.

Sportklettern: Hier klettern die Sportler an einer Wand hoch. An der Wand sind verschiedene Festhaltemöglichkeiten angebracht, damit die Teilnehmer sich hochziehen können. Sie sind gut gesichert, damit sie nicht abstürzen.

Karate: Auch der Kampfsport „Karate“ kommt aus Japan. Typisch sind die Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken, die angewendet werden, um den Gegner umzuwerfen.

Inline Skates Rennen: Hier fahren die Sportler auf Inline Skates um die Wette. Sie tragen Helme und Arm- und Knieschoner, damit sie sich nicht verletzten, wenn sie mal hinfallen.

Anja Theis

Unbekannte Sportart: Beachhandball

Handball wird in der Halle gespielt. Früher gab es auch Feldhandball, aber das ist lange vorbei. Aber wusstet ihr, dass es auch Beachhandball gibt? Hier wird mit nur vier Spielern barfuß auf Sand gespielt. Dadurch ist es fast unmöglich den Ball zu prellen. Das bedeutet ihn mit der Hand auf den Boden zu schlagen und wieder zurück in die Hand fliegen zu lassen. Stattdessen kann man ihn rollen. Und werfen ist natürlich auch möglich.

Im Moment wird darüber diskutiert, ob Beachhandball zukünftig bei den Olympischen Spielen für Erwachsene gespielt werden soll. Jugendliche dürfen sich hingegen schon freuen: Im nächsten Jahr wird Beachhandball nämlich erstmals bei den Olympischen Jugendspielen in Argentinien dabei sein.

Anja Theis

Interview mit Handballerin Nele

Nele Greinert ist 17 Jahre alt und besucht die 12. Klasse des Max-Planck-Gymnasiums in Trier. Auch wenn es in der Schule manchmal etwas stressig zugeht, findet sie immer Zeit für ihr liebstes Hobby: Handball spielen. Denn Nele spielt in der 2. Mannschaft der DJK/MJC Trier mit. Unsere Lucky-Reporterin hat die Sportlerin interviewt.

Lucky: Hallo Nele, in welchem Verein spielst du? Und in welcher Liga?

Nele: In der DJK/MJC Trier. In der A-Jugend spielen wir Oberliga, mit der Damenmannschaft spielen wir jetzt auch Oberliga.

 

Wie oft in der Woche trainierst du? Und wie viele Spiele finden im Monat statt?

Nele: Vier- bis fünfmal. Mit der A-Jugend zweimal und mit den Damen zwei- bis dreimal. Mit den Damen spielen wir jedes Wochenende, mit der A-Jugend ist es relativ unregelmäßig. Im Monat können es mit beiden Mannschaften insgesamt schon mal fünf bis sechs Spiele werden.

 

Überschneidet das sich nicht manchmal mit der Schule?

Nele: Es überschneidet sich schon manchmal, aber ich schaue, dass ich, wenn ich viel lernen muss und zwei Mal Training an einem Tag habe, eins absage, damit das Schulische trotzdem okay ist.

 

In welcher Position spielst du?

Nele: Ich spiele im Rückraum. Es gibt drei Rückraumpositionen: Rückraum rechts, Rückraum links und Rückraum Mitte. Ich spiele eigentlich alle mal, das ist unterschiedlich. Die Rückraum Mitte leitet das Spiel. Da man als Rückraum-Spieler weit hinten im Feld steht, ist es wichtig, fest und weit werfen zu können, um den Ball nach vorne zu bringen.

 

Wie und in welchem Alter kamst du zum Handball?

Nele: Meine Eltern haben sich durchs Handballspielen kennengelernt. Mein Vater war Handball-Trainer, deswegen habe ich eigentlich relativ früh damit angefangen, so mit sieben oder acht Jahren.

 

Deine Schwester spielt auch Handball, oder?

Nele: Genau. Sie hat letzte Saison bei der ersten Mannschaft gespielt. Jetzt spielen wir zusammen in der Damen-Mannschaft. Es macht Spaß, mit ihr zu spielen.

 

Willst du später mal Profi-Handballerin werden?

Nele: Es ist auf jeden Fall schwer, als Frau Profi-Handballerin zu werden, weil man als Frau nicht genug Geld damit verdient. Deswegen denke ich, dass Handball nur mein Hobby bleiben wird. Wenn man Profihandballerin werden möchte, setzt man wirklich alles auf eine Karte und dafür ist der Gewinn meiner Meinung nach viel zu gering. Ich möchte lieber zur Polizei gehen oder Sportjournalismus studieren.

 

Die Frauen-WM findet ja bald auch in Trier statt. Gehst du dir die Spiele angucken? Hilfst du als engagierte Handballspielerin vielleicht sogar mit?

Nele: Ja, auf jeden Fall! Wir hatten von der Schule aus eigentlich ein Projekt, aber das können wir jetzt doch nicht machen, weil wir sonst zu viel Unterricht verpassen würden. Aber ein paar Spiele schaue ich mir mit Sicherheit an.

 

Welches Spiel steht als Nächstes an?

Nele: Mit den Damen spielen wir am 21. Oktober, mit der A-Jugend am 22. Oktober.

 

Wenn sich jemand von unseren Lesern dafür interessiert mit einer Sportart anzufangen, würdest du Handball weiterempfehlen?

Nele: Auf jeden Fall. Handball ist ein Mannschaftssport, in dem man lernt, auch für andere einzustehen und sich gegenseitig zu helfen. Man wächst als Team unglaublich zusammen und ist mit jedem befreundet.

Anja Theis