Interview mit Handballerin Nele

Nele Greinert ist 17 Jahre alt und besucht die 12. Klasse des Max-Planck-Gymnasiums in Trier. Auch wenn es in der Schule manchmal etwas stressig zugeht, findet sie immer Zeit für ihr liebstes Hobby: Handball spielen. Denn Nele spielt in der 2. Mannschaft der DJK/MJC Trier mit. Unsere Lucky-Reporterin hat die Sportlerin interviewt.

Lucky: Hallo Nele, in welchem Verein spielst du? Und in welcher Liga?

Nele: In der DJK/MJC Trier. In der A-Jugend spielen wir Oberliga, mit der Damenmannschaft spielen wir jetzt auch Oberliga.

 

Wie oft in der Woche trainierst du? Und wie viele Spiele finden im Monat statt?

Nele: Vier- bis fünfmal. Mit der A-Jugend zweimal und mit den Damen zwei- bis dreimal. Mit den Damen spielen wir jedes Wochenende, mit der A-Jugend ist es relativ unregelmäßig. Im Monat können es mit beiden Mannschaften insgesamt schon mal fünf bis sechs Spiele werden.

 

Überschneidet das sich nicht manchmal mit der Schule?

Nele: Es überschneidet sich schon manchmal, aber ich schaue, dass ich, wenn ich viel lernen muss und zwei Mal Training an einem Tag habe, eins absage, damit das Schulische trotzdem okay ist.

 

In welcher Position spielst du?

Nele: Ich spiele im Rückraum. Es gibt drei Rückraumpositionen: Rückraum rechts, Rückraum links und Rückraum Mitte. Ich spiele eigentlich alle mal, das ist unterschiedlich. Die Rückraum Mitte leitet das Spiel. Da man als Rückraum-Spieler weit hinten im Feld steht, ist es wichtig, fest und weit werfen zu können, um den Ball nach vorne zu bringen.

 

Wie und in welchem Alter kamst du zum Handball?

Nele: Meine Eltern haben sich durchs Handballspielen kennengelernt. Mein Vater war Handball-Trainer, deswegen habe ich eigentlich relativ früh damit angefangen, so mit sieben oder acht Jahren.

 

Deine Schwester spielt auch Handball, oder?

Nele: Genau. Sie hat letzte Saison bei der ersten Mannschaft gespielt. Jetzt spielen wir zusammen in der Damen-Mannschaft. Es macht Spaß, mit ihr zu spielen.

 

Willst du später mal Profi-Handballerin werden?

Nele: Es ist auf jeden Fall schwer, als Frau Profi-Handballerin zu werden, weil man als Frau nicht genug Geld damit verdient. Deswegen denke ich, dass Handball nur mein Hobby bleiben wird. Wenn man Profihandballerin werden möchte, setzt man wirklich alles auf eine Karte und dafür ist der Gewinn meiner Meinung nach viel zu gering. Ich möchte lieber zur Polizei gehen oder Sportjournalismus studieren.

 

Die Frauen-WM findet ja bald auch in Trier statt. Gehst du dir die Spiele angucken? Hilfst du als engagierte Handballspielerin vielleicht sogar mit?

Nele: Ja, auf jeden Fall! Wir hatten von der Schule aus eigentlich ein Projekt, aber das können wir jetzt doch nicht machen, weil wir sonst zu viel Unterricht verpassen würden. Aber ein paar Spiele schaue ich mir mit Sicherheit an.

 

Welches Spiel steht als Nächstes an?

Nele: Mit den Damen spielen wir am 21. Oktober, mit der A-Jugend am 22. Oktober.

 

Wenn sich jemand von unseren Lesern dafür interessiert mit einer Sportart anzufangen, würdest du Handball weiterempfehlen?

Nele: Auf jeden Fall. Handball ist ein Mannschaftssport, in dem man lernt, auch für andere einzustehen und sich gegenseitig zu helfen. Man wächst als Team unglaublich zusammen und ist mit jedem befreundet.

Anja Theis