Archiv für den Monat: März 2018

Jugend forscht: Wie Klimaschutz funktionieren kann

Wenig Regen, schlechte Ernten, Waldbrände, Überschwemmungen, Erdrutsche, Gletscher schmelzen und die Temperaturen steigen. Das ist der Klimawandel und er hat schlimme Folgen für Menschen, Tiere und die Natur. Wie können wir das verhindern?

Josua Schmitz hat eine einzigartige Idee. Er ist erst 15 Jahre alt und schon jetzt ein neugieriger Wissenschaftler. Wie, so jung und schon ein Wissenschaftler? Geht das überhaupt und wie? Josua beweist es und schafft es bei einem Wettbewerb sogar ins Finale (nähere Erklärungen weiter unten). Nicht nur Josua wollte das erreichen. Er musste gegen 62 junge Wissenschaftler mit 40 verschiedenen Projekten antreten. Doch er schlägt sich tapfer und zieht mit neun weiteren Forschern aus Rheinland-Pfalz ins Finale. Dieses findet vom 24. Bis 27. Mai in Darmstadt statt.

Kohlenstoffdioxid und Klimawandel: Damit du Josuas Idee überhaupt verstehen kannst, muss ich dir kurz erklären, wie es überhaupt zum Klimawandel kommt. Grund für ihn ist der Treibhauseffekt. Hast du das schon mal gehört? Klingt kompliziert und irgendwie schlau. Aber es ist nicht so schwer und du kannst dir es so vorstellen: Die Erde ist von der Atmosphäre umgeben, quasi einer Hülle. Diese besteht aus verschiedenen Treibhausgasen, das sind zum Beispiel CO2 (Abkürzung für Kohlenstoffdioxid), Wasserdampf und CH4(Abkürzung für Methan). Das sind chemische Verbindungen. Du kennst Kohlenstoffdioxid – und zwar in Sprudel. Das schmeckt dir vielleicht gut, aber CO2 kann auch gefährlich für Menschen, Tiere und Umwelt sein.
Die Sonne scheint. Ihre Strahlen bleiben in der Atmosphäre hängen, reflektieren auf die Erde und wärmen sie, so wie die Sonnenstrahlen auch dich wärmen. Aber auch der Mensch sorgt dafür, dass die Temperaturen steigen. Du fragst dich wie? Eine kurze Frage: Wie bist du heute zur Schule gekommen, oder wie gehst du einkaufen? Mit dem Auto oder vielleicht mit dem Bus? Wenn ein Auto fährt, verbrennt sein Motor Energie und stößt durch die Abgase Kohlenstoffdioxid aus. Dieses verteilt sich in der Luft, gelangt zur Atmosphäre und erwärmt die Erde. Jetzt stell dir mal vor, wie viele Autos auf der Straße unterwegs sind. Ganz schön viele. Also ist auch ganz viel Kohlenstoffdioxid in der Luft. Und das ist ein großes Problem!

Josuas Lösung gegen den Klimawandel: Der fünfzehn jährige Wissenschaftler kämpft nicht nur gegen viele andere Forscher, sondern tritt auch gegen die Gefahr von Kohlenstoffdioxid an. Was er dafür braucht: Das Kohlenstoffdioxid aus den Abgasen der Motoren und ein chemischen Stoff. Also nicht so viel. Aber was macht er damit? Eigentlich ganz einfach: Mit dem chemischen Stoff wandelt er das Kohlenstoffdioxid in Alkohol um. Soll der etwa zum Trinken sein? Nein, er dient als Rohstoff. Das bedeutet, dass er den erzeugten Alkohol weiter verarbeiten kann. Das CO2 gelangt somit nicht in die Atmosphäre, wo es dann weiter die Erde erwärmt und eine Gefahr darstellt. Genial!

Jugend-forscht- der Wettbewerb für junge Wissenschaftler: Nun, wie funktioniert das denn nur- so ein junger Wissenschaftler zu werden? Josua macht es vor. Er besucht die Berufsbildende Schule Vulkaneifel Gerolstein, also hier in der Nähe. Er ist ein Teilnehmer bei dem Wettbewerb „Jugend forscht“. Dort können neugierige und experimentierfreudige Jugendliche teilnehmen, die eine einzigartige Fähigkeit im Bereich der Naturwissenschaft, Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie oder Physik besitzen. Ob Grundschule, weiterführende Schule oder Uni, ab der 4. Klasse kann man teilnehmen bis ins Alter von 21 Jahren. Die jungen Wissenschaftler können selbst entscheiden, was sie ausprobieren und womit sie die Jury überzeugen möchten. Begeistern sie mit ihrer Entdeckung, wird ihnen dabei geholfen, noch weiter zu experimentieren und mehr Wissen in ihrem Fachgebiet zu sammeln. Falls man später mal Wissenschaftler werden möchte, kann man hier schon viel lernen.

Auch im Regionalwettbewerb hatte Josua schon großen Erfolg. Er kam nicht nur in die nächste Runde, sondern hat noch weitere vier Preise gewonnen! Super! Ob der junge Wissenschaftler auch im Finale wieder einen Preis gewinnt? Sei gespannt!
Siehst du in dir auch einen jungen Wissenschaftler mit noch nicht entdecktem Wissen? Falls du noch mehr über den Wettbewerb erfahren willst, dann schau doch mal auf der Internetseite: https://www.jugend-forscht.de/

Pauline Leis

Sechs Mädchen wollen alles wissen

Von Kids für Kids: Ab April berichten die Kinder-Uni-Reporter im Volksfreund, im Lucky und im Internet über die insgesamt 22 Veranstaltungen an der Universität Trier und in Wittlich.

Wie schreibt man eine spannende Reportage? Wie sortiert man wichtige von unwichtigen Informationen? Und was hat das alles mit einem Zug zu tun? Sechs Mädchen zwischen acht und elf Jahren können diese Fragen nun beantworten – denn die neuen Kinder-Uni-Reporterinnen haben das Rüstzeug für ihre künftige Tätigkeit als Nachwuchs-Journalistinnen bei einem Workshop beigebracht bekommen. Björn Pazen und Miguel Castro vom Trierischen Volksfreund haben zum Beispiel erklärt, wie ein Text aufgebaut ist, wie man einen eigenen Blog fürs Internet schreibt oder warum wörtliche Rede so wichtig ist.

Die sechs jungen Damen hatten sich beworben und waren dann vom Kinder-Uni der Universität (Susanne Mensah und den Studentinnen Klara Hoffmann und Alisha Töre) ausgewählt worden. Nach dem ersten Workshop werden sie von April bis Juni die Veranstaltungen der Kinder-Uni als Berichterstatter besuchen, einige der Mädchen waren in den vergangenen Jahren auch schon „normale“ Kinder-Uni-Teilnehmer.

Wie bei einer echten Zeitung gibt es dann Redaktionssitzungen, bei denen die Texte besprochen und verbessert werden. Zudem werden die Kinder-Uni-Reporterinnen und ihre Eltern das Medienhaus Trierischer Volksfreund besichtigen, um einmal hinter die Kulissen einer Zeitung zu schauen. Schon beim Workshop durften sie erste eigene Texte schreiben – und dann auf die Website von Lucky, dem TV-Kindermagazin, hochladen.

Und das sind die diesjährigen Kinder-Uni-Reporterinnen: Tabea Benk (10 Jahre alt) aus Longuich, Charlotte Holz (9 Jahre als) aus Butzweiler, Jule Maas (11 Jahre alt) aus Hüttingen, Eva Viktoria Pätz (11 Jahre alt) aus Trier, Lena Schindler (10 Jahre alt) aus Mertesdorf und Stella Schweitzer (8 Jahre alt) aus Primstal.

Und wo findet ihr die Texte dann? Einige Texte werden auf Kinder-Uni -Seiten im Volksfreund veröffentlicht, andere in der sechsmal jährlich erscheinenden Kinder-Zeitung Lucky – und zudem gibt es einen Blog der Kinder-Uni-Reporter unter lucky.volksfreund.de.

Kinder-Uni startet am 13. April – ab sofort registrieren

Am 13. April geht es  los – dann stehen die beiden ersten Veranstaltungen der Kinder-Uni 2018 auf dem Programm: „Den Computer spielerisch begreifen“ und „Werte ersteigern – was ist mir wichtig?“ Insgesamt 22 Veranstaltungen gibt es in diesem Jahr, 19 an der Universität Trier, drei in Wittlich. Dabei erfahren die Kinder unter anderem: Was ist Geld?, Dem Klimawandel auf der Spur, Hurrikane, Tornados und Zyklopen oder Alles über Bienen.

Und wie könnt ihr euch anmelden? Ganz einfach: Zuerst müssen eure Eltern euch im Internet unter kinderuni.uni-trier.de im System registrieren. Wenn dann der Anmeldezeitraum für die jeweilige Veranstaltung gestartet ist, kannst du dich dort eintragen. Wenn noch genügend Plätze frei sind, bekommst du eine Bestätigung, sonst kommst du auf eine Warteliste. Für jede Veranstaltung gibt es einen eigenen Anmeldezeitraum.

Björn Pazen

Plastikmüll: Kann man da sparen?

Viele Dinge die wir jeden Tag benutzen, sind oft eingepackt. Von der Zahnpastaverpackung über die Müslibox bis hin zu in Plastik verpackte Äpfel. Und dann landet die Verpackung im Müll. Ist das denn wirklich nötig?

Jeder kann etwas tun um Müll zu sparen. Man könnte gezielt Lebensmittel kaufen, die nicht unnötig verpackt sind. Zum Beispiel könnte man darauf achten Zahnpastatuben einzukaufen, die nicht noch in einer Kartonverpackung stecken. Beim Einkaufen könntet ihr auch überlegen ob und wie man eine Verpackung wiederverwenden kann. So lässt sich zum Beispiel eine Kaffeedose auswaschen und nochmals für Kaffee oder Müsli verwenden.

In speziellen Läden könnt ihr ausprobieren, wie man ganz ohne Verpackung einkaufen kann. In Trier gibt es in der Paulinstraße das kleine Geschäft „Unverpackt“. Man kann dort zum Beispiel Nüsse oder Müsli abwiegen und in einen Behälter deiner Wahl umpacken. Dabei kannst du Dosen, Flaschen, Beutel oder Ähnliches von zu Hause mitbringen und diese als Verpackung nutzen.

In den letzten Jahren ist die Menge des Mülls pro Person in unserer Region leicht gestiegen. Im vergangen Jahr hat zum Beispiel jeder Einwohner in der Stadt Trier etwa 217 Kilogramm Hausmüll angesammelt. Soviel kann ein ausgewachsener Tiger wiegen.

Solche Zahlen erfährt man von der A.R.T. Das ist eine Abkürzung für Abfallwirtschaft Region Trier. Die Firma kümmert sich darum, den Müll in unserer Region einzusammeln.

Gesammelt wird der Müll dann an der Deponie in Mertesdorf. Die Deponie nennt man auch Entsorgungs- und Verwertungszentrum, kurz EVZ. Dort wird der meiste Müll anschließend verbrannt. Das EVZ Mertesdorf entsorgt nicht nur Hausmüll. Sie beseitigen beispielsweise auch Elektrogeräte.

Die A.R.T. benutzt große LKW, um den Müll einzusammeln. Davon gibt es zwei Modelle. Ein kleinerer Wagen hat drei Achsen und kann etwa zehn Tonnen laden. Der Größere hat vier Achsen und kann bis zu 14 Tonnen zuladen. An einem Tag zum Beispiel lieferten 20 LKW insgesamt etwas mehr als elf Tonnen ab. Das ist etwa so viel wie zwei dicke Elefanten oder elf Eisbären.

 

Wenn du dich mehr für „Unverpackt“ interessierst, schau doch mal hier rein: https://www.unverpackt-trier.de/

Wenn du  noch mehr über Abfall erfahren möchtest, klick hier: https://klexikon.zum.de/wiki/M%C3%BCll

oder schau dir dieses Video an:

 

 

https://www.demokratiewebstatt.at/thema/abfall-und-muell/wie-kannst-du-muell-vermeiden/

http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=873

http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=759

Samantha Ward