Auf den Spuren von Karl Marx

Karl Marx- wer war das?

Dieser Mann war ein berühmter Philosoph. Also jemand, der sich viel mit der Gesellschaft um ihn herum befasste. Er lebte im 19. Jahrhundert und dieses Jahr feiern wir seinen 200. Geburtstag.

Damals dachte Karl Marx, dass der Unterschied zwischen armen und reichen Menschen zu groß sei und deshalb nicht fair. Er setzte sich also viel damit auseinander. Aber warum hören wir gerade in Trier so viel von ihm? Das ist ganz einfach: Hier ist Karl geboren.

Am fünften Mai 1818 erblickte Baby-Karl als drittes Kind der Familie das Licht. Das war in einem großen Haus in der Brückenstraße in Trier. Das Haus blieb aber nicht lange sein Zuhause. Karl war erst ein Jahr alt, als seine Familie umzog. Jetzt ist sein Geburtshaus ein Museum und wird Karl-Marx-Haus genannt. Man kann da viele von seinen Schriften sehen und eine Übersicht von seinem Leben bekommen. Außen hängt auch ein Schild an der Wand, dass bezeugt, dass Karl Marx hier am 5. Mai 1818 geboren ist.

Die Familie Marx zog in eine Wohnung direkt bei dem Stadttor, der Porta Nigra, in die damalige Simeongasse 1070. Das ist heute das Haus in der Simeonstraße acht. Dort wohnte er dann noch bis er  sein Abitur absolvierte. Sein Zuhause war Mittelpunkt seines Lebens in Trier. Aber nicht nur dort hielt er sich oft und gerne auf. Heute hängt noch eine Tafel an der Hauswand, auf der steht: „In diesem Hause wohnte von 1819 bis 1835 Karl Marx geb. am 5 Mai in Trier“. Außerdem gibt es jetzt einen Einkaufsladen in dem Haus.

Das Haus in der Neustraße 83, war auch ein sehr spannender Ort für Karl. Dort wohnte ein guter Freund seines Vaters.  Dieser wurde auch zu seinem Mentor oder Lehrer. Fast jeden Tag ging Karl Marx dort hin. Er stöberte durch Bücher und hatte oft interessante Gespräche und hitzige Diskussionen mit seinem Lehrer. Aber nicht nur zum Lernen ging er gerne dort hin. In der Familie von Westphalen gab es nämlich auch ein sehr hübsches Mädchen: Jenny.  Sie war etwa vier Jahre älter als Karl. Dazu galt sie als das schönste Mädchen in Trier. Die zwei verbrachten viele Stunden miteinander und letztendlich verlobten sie sich 1836 heimlich. Geheiratet haben sie aber erst etwa sieben Jahre später am 22. Juni 1843. Wenn man heute durch die Neustraße geht, fällt einem in diesem Haus eine Volksbank auf. Vielleicht wart ihr auch schon mal mit euren Eltern dort um Geld abzuheben. Versteckt an einer seitlichen Wand ist noch eine Gedenktafel. Die soll an Jenny erinnern.

Vor seiner Hochzeit machte Karl noch sein Abitur. Das absolvierte er am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Damals hieß die Schule Collège. Erst 1858 wurde es zum Königlichen Gymnasium. Erst 40 Jahre später bekam es den Namen Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Damals lernte Karl noch in dem alten Gebäude in der Jesuitenstraße. 1835, also vor 138 Jahren, beendete er sein Abitur. Danach sah man ihn nicht mehr in Trier. Ihn verschlug es in die Welt: Nach Brüssel, Paris und am Ende nach London.

Auch heutzutage erinnert noch sehr viel an den berühmten Schüler des Gymnasiums. Im Foyer steht eine rote Figur von ihm. Außerdem haben sich einige Schüler die Mühe gemacht Bilder von und über ihn zu malen. Ein großes Gemälde ist auch dabei. Dazu kommt, dass es an der Schule eine ganz besondere AG (Arbeitsgemeinschaft) gibt. Da gießen Schüler Statuen aus Beton. Ratet mal, wie die aussehen: Wie Karl Marx. Diese Statuen stehen heute im Schulgarten. Von dieser Figur haben die Schüler Fotos gemacht. Dann haben sie auch Orte in Trier fotografiert. Diese zwei Fotografien haben die Schüler mit einem Computerprogramm zusammengefügt. Dann sieht es so aus als würde eine dieser Betonstatuen zum Beispiel in der Innenstadt stehen.

Bald gibt es auch Projekttage an dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und die sollen auch an Karl Marx erinnern. Vielleicht wollt ihr dann mal dort vorbeischauen? Schaut doch einfach mal rein.

In der Zeit, in der Karl Marx um die Welt reiste verfasste er viele Schriften und Bücher, für die er nun auch berühmt ist. Doch manche haben seine Ideen und Forderungen missbraucht. In seinem Namen wurde  vielen Menschen Leid und Unrecht angetan. Das war wahrscheinlich nicht der Gedanke, den Karl damals hatte. Heute ist er ein weltbekannter Philosoph und es gibt viele Debatten über ihn, seine Ideen und dessen Umsetzung.

Die Stadt Trier hat dieses Jahr  viel zu Ehren von Karl Marx gemacht. Karl wird dieses Jahr 200 Jahre und das muss gebürtig gefeiert werden. Anstatt eines großen Geburtstagskuchen gibt es eine riesige Statue aus Bronze. Die wird am Simeonstiftplatz aufgebaut. Insgesamt wird sie fünfeinhalb Meter hoch sein. Ein berühmter Künstler aus China hat diese Statue ganz aus Bronze angefertigt. Zuerst sollte die Statue sogar noch größer sein und direkt neben dem Karl-Marx-Haus stehen. Leider ist dort nicht so viel Platz. Also wurde ein anderer Ort gesucht. Und da passt der Simeonstiftplatz auch ganz gut. Weißt du noch was da in der Nähe ist? Das liegt direkt an der Porta Nigra und ist ganz in der Nähe von Karls Wohnhaus. Dieser Ort war ja sehr wichtig für ihn. Da passt die Statue gut hin. An seinem Geburtstag, also dem fünften Mai, wird der Bronze-Karl auf seinem Platz enthüllt. Vielleicht habt ihr ja Lust ihn euch anzuschauen.

Anstatt Partyhütchen gibt es nun die Marx-Ampel. Einen offiziellen Namen gibt es noch nicht. Vielleicht habt ihr ja eine Idee? Namensvorschläge könnt ihr im Rathaus abgeben. Das ist das Gebäude direkt hinter dem Humboldt-Gymnasium beim Theater. Bei dem Übergang am Simeonstiftplatz leuchtet nun ein kleiner Karl Marx in der Ampel. Der leitet euch nun sicher auf die andere Straßenseite. Natürlich gilt auch hier: Bei Grün gehen, bei Rot stehen! Es gibt jetzt eine zweite Ampel bei seinem Geburtshaus in der Brückenstraße. Da bringt euch Karl auch sicher zu seinem Museum.

Es gibt sogar noch mehr in Trier zu sehen! Dieses Jahr gibt es viele Veranstaltungen mit dem Thema Karl Marx.  Das Stadtmuseum, wie auch das Rheinische Museum bieten viele Workshops, Rundgänge und Führungen an. Das könnte echt interessant für euch sein. Ihr könnt mit euren Eltern oder eurer Schulklasse dorthin gehen. Mehr Infos findet ihr unter: https://www.karl-marx-ausstellung.de/schule.html

Außerdem findet am 13. Mai der Internationale Museumstag statt. Das wäre doch DIE Gelegenheit um auch kostenlos viel über Karl Marx zu erfahren.

Und wenn ihr euch einen schönen Überblick verschaffen wollt, schaut euch unsere Videos an: Märchenstunde und Stadtrundgang

Samantha Ward

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