Archiv für den Monat: Juni 2018

Plastik im Meer

Halme, Becher, Spielzeug, Computer: All das wird oft aus Plastik hergestellt. Der Kunststoff ist aus unserem Leben kaum wegzudenken. Das Problem: Viele Plastikprodukte wie zum Beispiel Trinkhalme oder Ohrenputz-Stäbchen werden nach einem einmaligen Gebrauch weggeworfen. Plastik verschwindet auch nicht so schnell. Und weil große Mengen Plastikmüll im Meer landet und sich dort langsam zersetzt, ist es giftig – für die Fische im Meer, und damit auch für uns. Experten des Umweltbundesamtes sagen, dass der größte Teil des riesigen Abfalls auf den Meeresgrund sinkt. Etwa ein Zehntel aber schwimmt an der Wasseroberfläche.

Umweltschützer kämpfen schon länger gegen den Plastikmüll und suchen nach Wegen, ihn aus dem Meer zu fischen. Nun wollen auch Politiker das unterstützen, mit Gesetzen und Verboten. Das hat die Europäische Union angekündigt. Sie hat einen Plan aufgestellt, um in den nächsten Jahren zum Beispiel Plastikhalme verbieten zu können. Die Ideen der Politiker findet ihr auch auf dieser Internetseite (in englischer Sprache). Und wie man Müll vermeiden kann, lest ihr zum Beispiel auf dieser Internetseite der Stadt Berlin.

Wenn ihr das Thema im Unterricht besprechen wollt: Hier gibt es weitere Informationen von Umweltschützern der Organisationen Bund, WWF, Greenpeace und Nabu zu Plastikmüll.

BUND: https://www.bund.net/meere/mikroplastik/bund-muellkampagne/
WWF: https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell/
Greenpeace: https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/plastikmuell
NABU: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/alltagsprodukte/14058.html

Der Alltag in einer Antiken Schule

Am 21.04.2018 fand in Trier an der Kinder-Uni die Veranstaltung „In der antiken Schule“ statt.

Prof. Dr. Reiter und Prof. Dr. Busch von der Universität Trier erklärten den Kindern, wie Kinder in der Antike lernten und spielten.

Trier. Es war sehr interessant zu hören, dass Kinder verschiedener Schichten unterschiedlich unterrichtet wurden. Die Kinder reicher Eltern wurden zu Hause von Privatlehrern unterrichtet, wobei die Kinder armer Eltern in einer Art „öffentlichen Schule“ unterrichtet wurden.

Die Kinder lernten lesen, rechnen und schreiben. Es gab aber nicht, wie wir es kennen Hefte und Blöcke, sondern Wachstafeln und Papyrusrollen. Papyrus wird aus einer Sumpfpflanze, der Papyrusstaude, gewonnen. Die Kinder, die an dieser Veranstaltung teilnahmen, durften sogar auf einer Rolle schreiben. Zum Schreiben benutzten die Kinder „Stifte“, die aus einer Rohrblattpflanze bestanden.

In ihrer Freizeit spielten die Kinder z.B. mit Nüssen. Wir durften es selbst ausprobieren. Walnüssen in einen Krug zu werfen, war doch nicht so einfach, wie es zuerst aussah!

Die Dozenten zeigten uns einige Papyrusrollen aus vergangenen Zeiten. Die Universität Trier besitzt sogar eine eigene Sammlung an Papyrusrollen. Insgesamt sind es 816, die meisten wurden in Ägypten gefunden.

Ich fand es super interessant und am besten haben mir die Spiele und das Schreiben auf der Papyrusrolle gefallen.

Auf meine Frage an die anderen Kinder „Wie hat es euch gefallen?“, antworteten sie „SUPER!“ Das Spiel mit den Nüssen fanden alle toll. Es war ein gelungener Vormittag.

Ich wünsch euch ganz viel Spaß bei den Veranstaltungen der Kinder-Uni Trier.

Autorin: Jule Maas 

Abenteuer Löten!

Trier. Selber einen Lötkolben benutzen konnten Kinder bei der Kinder-Uni Veranstaltung „Abenteuer Stromkreislauf – Wir löten Tischleuchten!“

Wie ist es eigentlich zu löten? Ist das nicht schwierig? Das fragten sich 20 Kinder, die am 20.04.2018 an der Uni Trier die Veranstaltung besuchten. Hier konnten sie sich selber im Löten erproben.

Die Informatik-Studentinnen Jenny Antretter, Britta Schmitt, Yvonne Scherf und Sarah Oesch erklärten uns, dass Löten ein sehr altes Verfahren ist, um Metalle miteinander zu verbinden. Es wurde schon ca. 5000 v. Chr. zur Herstellung von Schmuck verwendet. Die Studentinnen zeigten uns, was man zum Löten braucht: Lötzinn und einen Lötkolben, der sehr heiß wird. Er schmilzt das Lötzinn und kann so zwei Dinge verbinden. Mit dem Verfahren kann man auch prima einen Stromkreislauf herstellen.

Bei uns wurde kein Schmuck, sondern eine Tischleuchte gemacht, die auch einen Stromkreis hatte. Wir löteten eine Platine mit einem LED-Lämpchen und zwei Kabeln zusammen, die zu einem Schalter führten. Die Enden der zwei Kabel wurden mit einer Batterie verbunden. Mit Hilfe der Studentinnen gelang alles und die Lämpchen leuchteten. Friederike, 8 Jahre, und Anna, 9 Jahre, waren sich einig: „Das Löten gefiel uns am besten. Die Veranstaltung war sehr spannend und interessant!“ Wir bastelten auch noch leuchtende Postkarten aus einem Stück kariertem Papier und Alustreifen. Die Alustreifen wurden so gelegt, dass sie eine Batterie und ein LED-Lämpchen berührten, so dass die LED in einem Motiv leuchtete.

Das Löten machte allen viel Spaß. Es ist schön, dass Kinder so etwas ausprobieren konnten. Schließlich hat nicht jeder einen Lötkolben zu Hause oder traut sich, alleine zu löten. Wenn man auf ein paar Regeln achtet, kann nichts schiefgehen. Den heißen Lötkolben sollte man nie unbeaufsichtigt und auch nicht in der Nähe von brennbaren Sachen liegen lassen. Wer lange Haare hat, muss sich die Haare zusammenbinden. Löten ist nicht schwierig und man kann tolle Ideen umsetzen.

Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, nächstes Jahr mal selbst zu einer Veranstaltung der Kinder-Uni zu kommen!

Autorin: Lena Schindler