Preise für junge Klimaschützerin

Sie ist 16 Jahre alt – und schon weltberühmt: Greta Thunberg hat vor einem Jahr die Bewegung „Fridays for Future“ gestartet. Damals protestierte sie gegen die Verschmutzung des Klimas und dass dagegen mehr getan werden müsste – statt zur Schule zu gehen. Und weil sie das immer wieder tat, fand sie rasch Nachahmer. Mehr und mehr Schüler und Studenten schlossen sich Gretas Forderungen an, nicht nur in ihrem Heimatland Schweden, sondern auch in Deutschland und anderen Ländern. Sie schwänzten den Unterricht, und demonstrierten freitags für die Zukunft – denn das bedeutet der englische Name von „Fridays for Future“.

Für ihren Einsatz ist Greta aber nicht nur gelobt worden. Politiker und andere Gruppen kritisierten sie und machten sich lustig über das Mädchen. Das hielt Greta aber nicht davon ab, sich für den Klimaschutz zu engagieren. Im Sommer diesen Jahres war sie dann sogar in den USA. Dort hielt sie in der UNO – einem weltweiten Staatenbündnis – vor wichtigen Politikern eine Rede.

Weil Greta für den Klimaschutz aber nicht fliegt, segelte sie mit einem Schiff nach Amerika. Das dauerte mehrere Wochen und war dort mehrere Wochen. Mittlerweile segelt sie nach Europa zurück.

Weil Greta noch nicht zurück ist, hat sie eine Freundin gebeten, für sie einen Preis entgegen zu nehmen: Die junge Klimaschützerin bekommt derzeit nämlich eine Ehrung nach der anderen.

Am Mittwoch kam ein weiterer hinzu, der „Kinderfriedenspreis“. Das ist eine Ehrung, die von einem niederländischen Kinderschutzverein vergeben wird. Schon kurz zuvor war bekannt geworden, dass Greta auch den „Alternativen Nobelpreis“ erhalten wird. Die so genannte Auszeichnung heißt in Wirklichkeit „Preis für gerechte Lebensgrundlage“. Sie wird Menschen verliehen, die sich besonders um die Probleme unserer Welt kümmern: zum Beispiel Krieg, Hunger – oder das Klima.

Mit Greta erhielt übrigens ein 15-jähriges Mädchen aus dem afrikanischen Land Kamerun den „Kinderfriedenspreis“: Divina Maloum engagiert sich in ihrer Heimat gegen die Gewalt, die von bewaffneten Gruppen ausgeht. Denn diese entführen Mädchen und Jungs und zwingen sie, als Soldaten mitzukämpfen. Oder sie werden gegen ihren Willen mit älteren Männern verheiratet. Divina hat deswegen die Gruppe „Kinder für den Frieden“ gegründet. Sie besucht Schulen, um mit den Kindern über Gewalt zu sprechen.

Mehr Infos zum Kinderfriedenspreis gibt es auf der englischsprachigen Internetseite des Vereins „KidsRights“. Die Auszeichnungen werden seit 2005 jeweils von bekannten Persönlichkeiten überreicht. Zu den Preisträgern gehört beispielsweise auch Nobelpreis-Trägerin Malala Yousafzai. Die junge Frau aus dem Land Pakistan überlebte vor sieben Jahren einen Angriff von Taliban. Diese Terroristen unterdrücken Mädchen und Frauen. Zum Beispiel dürfen sie in den Gebieten, in denen die Taliban das Sagen haben, nicht die Schule besuchen. Wer bislang den Kinderfriedenspreis bekommen hat, könnt ihr in dieser Liste sehen.