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Geschichte des Hundes

Foto: dpa
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Die Geschichte des Hundes als Haustier begann vor ungefähr 12.000 Jahren. Vermutlich haben Menschen verwaiste Wolfswelpen gefunden und sie aufgezogen. Die Tiere blieben bei den Menschen und passten sich an. Sie sahen im Menschen den Führer ihres Rudels (Alpha-Tier).

Im Laufe der Zeit gelang es dem Menschen den Wolf zu zähmen und seine Fähigkeiten zu seinen Gunsten zu benutzen (Domestikation). So kam der Hund zuerst als Jagdhelfer, Wachhund oder beim Schafehüten zum Einsatz.

Bei der Zucht wurden verschiedene Merkmale und Fähigkeiten in den Vordergrund gestellt. So entstanden mit der Zeit viele verschiedene Hunderassen. Heute ist der Hund ein treuer Begleiter des Menschen; Hunde helfen Blinden und anderen Behinderten im Alltag, sie helfen bei der Suche von Lawinenopfern in Skigebieten. Auch die Polizei ist auf die Hilfe von Hunden angewiesen – es gibt Hunde, die besonders gut Sprengstoff oder andere verbotene Dinge aufspüren können.

Windhunde: Nur der Gepard ist schneller

Der Hund gehört zu den ältesten und treusten Freunden des Menschen. Verschiedene Hunderassen wurden zu verschiedenen Zwecken gezüchtet. Heute möchten wir euch den Windhund vorstellen. Schon die Menschen im alten Griechenland, Ägypten und Rom hielten sich Windhunde. Sie halfen den Menschen beim Jagen, da der Mensch zu langsam ist um zum Beispiel einen Hasen zu fangen. Im mittelalterlichen England durften sogar nur Adelige Windhunde halten. Normalerweise nutzen Hunde ihren sehr guten Geruchssinn um Beute bei der Jagd aufzuspüren – aber nicht die Windhunde – sie benutzen nämlich ihren Sehsinn. Fachleute nennen das „Jagd auf Sicht“.

In der heutigen Zeit werden Windhunde kaum noch zur Jagd eingesetzt, da Menschen mittlerweile Waffen erfunden haben, mit denen sie selber Tiere auf der Jagd erlegen können. Windhunde werden daher überwiegend als Haushunde gehalten. Sie werden auch bei speziellen Hunderennen eingesetzt, da sie so schnell sind. Nach den Geparden gelten Windhunde als die schnellsten Tiere der Welt, die an Land leben.

Es gibt zwei Arten von diesen Windhundrennen. Das klassische Rennen wird auf einer 480 Meter langen Strecke ausgetragen. Die Hunde jagen dabei einem künstlichen Hasen hinterher. Der Hund, der bei einem solchen Rennen als erster die Ziellinie überquert, ist der Gewinner des Rennens. Der andere Wettbewerb, an dem Windhunde teilnehmen können, nennt sich „Coursing“ (sprich: Kursing). Auch hierbei jagen die Hunde einem künstlichen Hasen hinterher. Der Unterschied zum klassischen Rennen ist jedoch, dass der künstliche Hase auch Haken schlägt. Er verhält sich also wie ein Hase in freier Wildbahn. Die Hunde werden bei diesem Wettbewerb von Punktrichtern bewertet. Es kommt auf Schnelligkeit, Eifer, Intelligenz, Gewandtheit und Kondition an.

In Großbritannien und Irland sind solche Rennen sehr beliebt. Die Zuschauer wetten dabei welcher Hund als erster ins Ziel kommt und können, wenn sie richtig liegen, Geld verdienen. Da man mit Hunderennen in Großbritannien und Irland viel Geld verdienen kann, werden auch viele Windhunde gezüchtet. Traurig ist, dass Windhunde, die als zu langsam oder zu alt gelten, ausgemustert werden. Dies betrifft pro Jahr ungefähr 50.000 Hunde. Sie werden im besten Fall verkauft, im schlimmsten Fall getötet.

In Deutschland sind Hunderennen, bei denen wetten kann, verboten.

 

Drei Fragen an den Windhundexperten Werner Wilhelm (1. Vorsitzender des Windhund-Renn- und -Coursing Vereins Saar-Pfalz e. V.)

Wie schnell können Windhunde laufen?

Werner Wilhelm: Der schnellste Windhund ist der englische Greyhound. Er erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Unser Vereinsrekord wurde ebenfalls von einem Greyhound aufgestellt. Er lief die 480 Meter lange Strecke in 28,56 Sekunden.

Wie viele Hunderennen finden in Deutschland statt?

Werner Wilhelm: Pro Jahr gibt es ungefähr 50 offizielle Rennen und Wettbewerbe. Sie werden vom „Verband für das Deutsche Hundewesen“ (kurz: VdH) organisiert. Daneben gibt es noch viele internationale Rennen, von denen manche auch in Deutschland ausgetragen werden.

Sind Windhunde kinder- und familientauglich?

Werner Wilhelm: Absolut! Windhunde sind sehr brave, anschmiegsame Tiere. Manchmal verhalten sie sich katzenartig – sie schleichen also im Haus herum. Es kommt auch immer auf die Persönlichkeit des Hundes an und die Menschen in seinem Umfeld an.

 

Tore, Niederlagen und Karten: Rekorde aus über 50 Jahren Fussball-Bundesliga

Bald startet die Fußball-Bundesliga in die neue Saison. Damit auch ihr mit Wissen prahlen könnt, haben wir eine Liste an Rekorden für Euch zusammengestellt.

Kein Verein hat so viele Meisterschaften geholt wie der FC Bayern München. Die Münchener gewannen ihren ersten von insgesamt 26 Titeln im Jahr 1932, den letzten vergangene Saison. Zum Vergleich: Der Zweitplatzierte, der 1. FC Nürnberg kommt auf neun gewonnene Meisterschaften. Auf Rang drei folgt Borussia Dortmund mit insgesamt acht Titeln.

Im April 1978 stellte Borussia Dortmund einen Negativ-Rekord für die Ewigkeit auf. Im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach verlor der BVB 0:12. Bis heute hat kein Verein eine höhere Niederlage als die Schwarz-Gelben kassiert.

Die meisten Tore in der Bundesligageschichte, nämlich 365 erzielte Gerd Müller, der auch als „Bomber der Nation“ bekannt ist, weil er so viele Tore schoss. Er spielte nicht nur im Trikot des FC Bayern, sondern gewann auch mit der deutschen Nationalmannschaft in den 1970er-Jahren die Europa- und Weltmeisterschaft. Er wurde erst im Jahr 2014 von Miro Klose als Rekordtorschütze der Nationalelf abgelöst.

Einen Rekord, auf den man nicht ganz so stolz sein kann, hält Jens Nowotny. Der Verteidiger von Bayer 04 Leverkusen musste nämlich insgesamt acht mal den Platz vorzeitig verlassen.

Den Rekord der meisten gewonnenen Meisterschaften als Spieler teilen sich Oliver Kahn, Mehmet Scholl und Bastian Schweinsteiger. Das Trio spielte beim FC Bayern München und konnte acht Titel gewinnen konnten. Alle drei konnten auch die Champions-League mit dem FC Bayern gewinnen. Kahn und Scholl im Jahr 2001 und Bastian Schweinsteiger im Finale gegen Borussia Dortmund 2013.

Claudio Pizarro aus dem südamerikanischen Land Peru ist der Ausländer mit den meisten Bundesliga-Treffern. Bis jetzt schoss er 190 Tore für den FC Bayern und SV Werder Bremen. Claudio Pizarro geht auch diese Saison wieder für den SV Werder Bremen auf Torejagd. Er verweist seinen ehemaligen Sturmkollegen vom FC Bayern, Giovane Elber (133 Treffer) aus Brasilien, auf den zweiten Platz.

Manfred Kaltz (Hamburger SV) und Nikolce Noveski (FSV Mainz 05) teilen sich einen Rekord im Toreschießen – allerdings trafen sie ins eigene Tor. Die beiden erzielten jeweils sechs Eigentore. Sie sind damit die Spieler mit den meisten erzielten Eigentoren. Dem Mazedonier Noveski gelang bei einem Spiel im Jahr 2005 gegen Eintracht Frankfurt ein besonderes Kunststück: Nachdem er innerhalb von zwei Minuten zwei Mal ins eigene Tor traf, markierte er wenig später den 1:2 Anschlusstreffer. Das Spiel endete 2:2.

Karl-Heinz Körbel ist der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga. Er lief insgesamt 602 Mal in der ersten deutschen Liga auf. All seine Spiele machte er für Eintracht Frankfurt.

Stefan Effenberg war ein besonders harter Spieler. In seiner Bundesligalaufbahn (Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, VfL Wolfsburg) zeigte ihm der Schiedsrichter 114 Mal den gelben Karton. Damit ist er die Bundesligaspieler mit den meisten gelben Karten.

Eine starke Leistung zeigte Timo Hildebrand, der Torhüter des VfB Stuttgart, in der Saison 2003/04. Er hielt seinen Kasten insgesamt 884 Minuten sauber und überflügelte damit Oliver Kahn vom FC Bayern München, der insgesamt 802 Minuten ohne Gegentreffer blieb.

Hier nochmal eine Zusammenfassung der Rekorde:

  • Die meisten Meisterschaften: FC Bayern München (25)
  • Höchste Niederlage: Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach 0:12 (29. April 1978)
  • Die meisten Tore: Gerd Müller, 365, (FC Bayern München)
  • Die meisten Platzverweise: Jens Nowotny, 8, (Bayer 04 Leverkusen)
  • Spieler mit den meisten Meisterschaften: Oliver Kahn, Mehmet Scholl, Bastian Schweinsteiger jeweils 8 (alle FC Bayern München)
  • Ausländischer Spieler mit den meisten Toren: Claudio Pizarro, 190 ,(SV Werder Bremen, FC Bayern München)
  • Spieler mit den meisten Eigentoren: Manfred Kaltz (Hamburger SV), Nikolce Noveski (FSV Mainz 05) jeweils 6
  • Spieler mit den meisten Spielen: Karl-Heinz Körbel, 602, (SG Eintracht Frankfurt)
  • Spieler mit den meisten gelben Karten: Stefan Effenberg, 114 ,(Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, VfL Wolfsburg)
  • Längste Serie ohne Gegentor: Timo Hildebrand, 884 Minuten, (VfB Stuttgart)Fabian Persch