Alle Beiträge von Sarah Kahlmann

Das Jahr ist fast vorbei

Nun ist das Jahr 2015 schon fast vorbei. Um 0 Uhr beginnt ein neues Jahr und dann werden Raketen und Böller gezündet, dass es nur so kracht.

Doch Silvester ist kein christliches Fest, sondern eigentlich ein „heidnischer“ Brauch. Als heidnisch bezeichneten die Christen viele Jahrhunderte lang die nicht-christlichen Religionen.
Unsere Vorfahren, die Germanen, glaubten, dass der Kriegs-Gott Wotan vor allem in der dunklen Jahreszeit sein Unwesen treibt. Der 31. Dezember liegt genau in der Mitte der sogenannten „Rauhnächte“. Rauhnächte sind die besonders dunklen und langen Nächte im Winter. Die Germanen glaubten, dass Wotan in diesen Nächten mit seinem Gespenster-Heer durch die Luft zog.
Weil man sich vor dem Jahreswechsel fürchtete, veranstalteten die Menschen zum Jahreswechsel ein „Höllenspektakel“: Jeder machte so viel Lärm wie nur möglich und zündete Holz an, um die bösen Geister zu vertreiben. Und so entstand auch der Brauch, in der Silvesternacht Feuerwerkskörper und Böller zu zünden.

O du fröhliche

Heute ist der 24. Dezember. Das heißt: Es ist Weihnachten! Die Geschenke liegen sicher schon unter dem Weihnachtsbaum, oder? Nicht mehr lange, dann dürft ihr sie öffnen!

Wir alle freuen uns jedes Jahr auf Weihnachten. Es werden Plätzchen gebacken, der Weihnachtsbaum wird geschmückt und es gibt Geschenke. Natürlich gibt es dafür auch einen guten Grund:

Die Christen feiern an Weihnachten die Geburt von Jesus Christus vor mehr als 2000 Jahren. Das Wort „Jesus“ bedeutet übrigens „Sohn Gottes“ oder „der Auserwählte“. Darum nannten die Menschen ihn „Jesus Christus“, was so viel bedeutet, wie „der Erlöser“. Die Menschen dachten also damals, dass Jesus auf die Welt gekommen ist, um sie von ihrem Leid, ihren Krankheiten und ihren Sünden zu befreien und sie zu erlösen. Weihnachten ist so gesehen der Tag, an dem Gott in Gestalt seines Sohnes auf die Welt gekommen ist. Wann Jesus geboren wurde, weiß man übrigens nicht genau. Die Kirche legte damals jedoch den 25. Dezember als Datum fest. Doch warum ausgerechnet am 25. Dezember?
An diesem Tag findet die sogenannte Sonnenwende statt. Das bedeutet, dass die langen und dunklen Wintertage wieder kürzer werden und der Tag wieder die Herrschaft über die Nacht gewinnt.

Lucky wünscht euch allen ein frohes Weihnachtsfest!

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Vielleicht steht er ja schon bei euch im Wohnzimmer: der Weihnachtsbaum. Er gehört für die meisten unbedingt zum Weihnachtsfest dazu und ist in nahezu jedem Haushalt zu finden. Besonders das gemeinsame Schmücken des Baumes ist in vielen Familien zur Tradition geworden.

Unsere Vorfahren, die Germanen lebten vor etwa 3500 Jahren. Sie kannten kein Weihnachten, so wie wir es heute feiern. Stattdessen feierten sie am 25. Dezember die sogenannte Sonnenwende. An diesem Tag werden die Tage wieder heller und die dunklen Nächte kürzer. An diesem Feiertag verbrannten sie Holzstücke und Holzräder. Die Asche verteilten sie dann auf ihren Feldern (um sie fruchtbar zu machen) und im Stall (um Tiere und Menschen vor Krankheiten zu schützen).

Bereits im antiken Rom (8. Bis 7. Jahrhundert vor Christus) schenkte man sich zu besonderen Anlässen Zweige und Kränze von Nadelbäumen. Man wünschte sich so gegenseitig Glück und Schutz. Bäume galten damals als Zeichen des ewigen Lebens und wurden mit dem sogenannten Baum des Lebens aus dem Paradies in Verbindung gebracht.

Im Mittelalter (circa 6. bis 15. Jahrhundert) wurde dann aus dem Brauch, sich einzelne Zweige zu schenken, der Weihnachtsbaum. Allerdings konnten sich damals nur sehr wohlhabende Familien einen ganzen Baum leisten. Die restliche Bevölkerung begnügte sich weiterhin mit einzelnen Tannenzweigen.
Doch warum wählte man die Tanne als Weihnachtsbaum aus? Damals glaubte man, dass die Tanne (ein immergrüner Baum) böse Geister vertreibt und Gesundheit ins Haus bringt. Die Tanne diente außerdem als Hoffnungsträger auf die baldige Wiederkehr des Frühlings

Ab dem 15. Jahrhundert wurde der Weihnachtsbaum dann zusätzlich geschmückt. Man verwendete zunächst alles, was im Haushalt zu finden war: Nüsse, Früchte oder auch Äpfel und Käse.
Anfang des 18. Jahrhunderts kamen erstmals auch Kerzen und Christbaumkugeln als Baumschmuck zum Einsatz.