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Uni mit Aussicht!

Der Uni-Präsident Prof. Dr.  Michael Jäckel persönlich führte uns Kinder der Kinder-Uni am 02. Mai 2018 durch den Campus II der Universität Trier. Wir sahen manche Orte, an die nur wenige Studierende kommen. Zuerst gingen wir zu einem Pendel, dem sogenannten „Foucaultschen Pendel“. Er erklärte uns: „Wenn man den ganzen Tag dort stehen würde, könnte man sehen, wie sich das Pendel ganz langsam bewegen würde, denn es zeigt die Rotation der Erde an.“ Wir sahen noch ein bisschen zu, konnten in der kurzen Zeit aber keine sichtbare Bewegung feststellen.

Danach besuchten wir einen Gebäudeteil, der früher eine Kapelle war. Auf dem Weg erklärte uns Prof. Jäckel, dass dieser Teil, der heute zur Uni gehört, damals ein französisches Militärkrankenhaus war. Das Gebäude ist sieben Stockwerke hoch. Als wir in der Kapelle waren, konnte man dies noch an den bunten Fenstern und den Spuren des Altares erkennen. Dieser Raum wird heute für Feiern oder Vorlesungen benutzt.

Als wir herauskamen, erklärte uns der Uni-Präsident: „Dort diese orangen Kringel nennt man Kunst am Bau. Früher konnte man beim Bau eines öffentlichen Gebäudes entscheiden, ob ein Teil des Geldes für so eine Kunst am Bau ausgegeben werden sollte.“

Im Anschluss gingen wir ins Biologielabor und machten dort drei Experimente. In einem ging es um die Photosynthese und den Energiestoffwechsel von Pflanzen.

Der Campus II hat sogar echte Bienenstöcke, die wir uns als nächstes anschauten. Die Bienen werden als Larven geboren und durchlaufen sie eine Verwandlung, wenn sie größer werden. Dann sehen sie erst aus wie Bienen. Wir sahen einigen Bienen schlüpfen. Die männlichen Bienen nennt man Drohnen. Die Königin ist die größte Biene, wir markierten sie mit einem gelben Punkt auf dem Rücken, damit wir sie wiedererkennen. Im Winter leben etwa 3000 Bienen in einem Stock; im Sommer etwa 60.000.  Insgesamt leben in den Bienenstöcken der Uni ca. 350.000 Bienen.

Von den lebendigen Drohnen gingen wir weiter zu den technischen Drohnen. Der Uni-Dozent Herr Gilcher ließ sie für uns fliegen. Sie werden benutzt, um Wege oder Pflanzen aus der Luft zu kontrollieren. Eine Drohne machte das Gruppenfoto von uns.

Zum Abschluss besichtigten wir den ehemaligen Kohlekeller. Dort waren Löcher in der Decke, unter denen früher die Heizkessel standen. Heute wird der Raum für Kunstausstellungen benutzt. Zurzeit ist dort eine tolle Ausstellung, die mit Licht und Tönen arbeitet.

Insgesamt war es eine spannende und interessante Veranstaltung.

Tabea Benk, 10, Longuich

(Kinder-Uni-Reporterin)

Surf sich gesund!

Kann man dem Internet in Sachen Gesundheit vertrauen?

Am 16.06.2018 fand im Rahmen der Kinder- Uni der zweistündige Workshop „Google, meine Gesundheit und ich“ mit den Dozenten Anita, Bianka und Oliver an der Uni- Trier statt. Zehn interessierte Kinder überlegten, welchen Seiten man beim Thema Gesundheit vertrauen kann.

Zuerst einmal wurde darüber nachgedacht, woran man das wohl festmachen kann. Chats sind beispielsweise nicht gut geeignet, um sich über die Gesundheit zu informieren, da sie oft nur eine Meinung vorstellen und meistens im Sinne der Werbung schreiben. Generell sollte man nur Internetseiten vertrauen, die Werbung strikt vom Thema trennen und immer sowohl die Quellen als auch ein vollständiges Impressum mit Anschrift und Kontaktdaten anzeigen.

Mit Hilfe eines Quiz wurden schließlich weitere Aspekte gesammelt und die Kinder konnten testen, wie gut sie sich mit dem Thema schon auskannten. So lernten sie zum Beispiel, dass man immer auf die Aktualität der Seite achten sollte. Denn wenn ein Artikel vor vielen Jahren geschrieben wurde, ist er heute nicht mehr aktuell und gibt uns keine verlässlichen Informationen. Schließlich bekamen die interessierten Zuhörer noch eine Aufgabe gestellt, die sie mit den Computern im Raum bearbeiten konnten.

Ist Handystrahlung gefährlich für die Gesundheit? Dies versuchten die jungen Studenten im Internet herauszufinden. Hierbei wurden sowohl geeignete als auch ungeeignete Seiten gesucht. Natürlich beachteten die fleißigen Surfer die Tipps der Dozenten, wie zum Beispiel, dass man bei guten Seiten am besten immer darauf achtet, ob sich der Autor auch mit dem Thema auskennt. So ist es gut, wenn beispielsweise ein Arzt oder eine Universität den Bericht verfasst hat.

Die Kinder fanden es sowohl witzig als auch interessant, schlechte Internetseiten zum Thema Gesundheit zu suchen. Michael (12) kam her, weil er das Thema spannend fand und gerne mehr erfahren wollte. Aber auch Katharina (10) und Diana (13) waren interessiert und besuchten deshalb die Veranstaltung. Sie waren sich einig, dass die Arbeit am Computer sehr viel Spaß gemacht hatte.

Wie man also merkt, hat der Workshop allen sehr gut gefallen und, wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, etwas Neues auszuprobieren, besucht doch auch mal eine Kinder- Uni- Veranstaltung!

Eva Viktoria Pätz, 11, Trier
(Kinder-Uni-Reporterin)

 

 

 

Plastik im Meer

Halme, Becher, Spielzeug, Computer: All das wird oft aus Plastik hergestellt. Der Kunststoff ist aus unserem Leben kaum wegzudenken. Das Problem: Viele Plastikprodukte wie zum Beispiel Trinkhalme oder Ohrenputz-Stäbchen werden nach einem einmaligen Gebrauch weggeworfen. Plastik verschwindet auch nicht so schnell. Und weil große Mengen Plastikmüll im Meer landet und sich dort langsam zersetzt, ist es giftig – für die Fische im Meer, und damit auch für uns. Experten des Umweltbundesamtes sagen, dass der größte Teil des riesigen Abfalls auf den Meeresgrund sinkt. Etwa ein Zehntel aber schwimmt an der Wasseroberfläche.

Umweltschützer kämpfen schon länger gegen den Plastikmüll und suchen nach Wegen, ihn aus dem Meer zu fischen. Nun wollen auch Politiker das unterstützen, mit Gesetzen und Verboten. Das hat die Europäische Union angekündigt. Sie hat einen Plan aufgestellt, um in den nächsten Jahren zum Beispiel Plastikhalme verbieten zu können. Die Ideen der Politiker findet ihr auch auf dieser Internetseite (in englischer Sprache). Und wie man Müll vermeiden kann, lest ihr zum Beispiel auf dieser Internetseite der Stadt Berlin.

Wenn ihr das Thema im Unterricht besprechen wollt: Hier gibt es weitere Informationen von Umweltschützern der Organisationen Bund, WWF, Greenpeace und Nabu zu Plastikmüll.

BUND: https://www.bund.net/meere/mikroplastik/bund-muellkampagne/
WWF: https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell/
Greenpeace: https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/plastikmuell
NABU: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/alltagsprodukte/14058.html