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Darum wird Halloween gefeiert

Jedes Land hat ganz unterschiedliche Bräuche. In vielen Gegenden in Deutschland wird zum Beispiel Karneval gefeiert. Oder St. Martin. In Amerika kennen die meisten Menschen das gar nicht. Und manchmal denken die Menschen aus den USA vielleicht auch, dass die Deutschen ein wenig verrückt sind, wenn sie mit wilden Masken auf der Straße rumspringen und feiern.

Aber die Amerikaner haben auch Bräuche, die im ersten Moment komisch für uns sind. Zum Beispiel Halloween. Da verkleiden sich die Menschen mit gruseligen Sachen und schmücken auch ihre Wohnungen ganz schaurig mit Spinnenweben und solchen Sachen.

Und weil das aber immer interessant ist, Dinge kennenzulernen, die in anderen Ländern üblich ist, gibt es einen Club. Da zeigen deutsche und amerikanische Frauen sich gegenseitig, was in ihren Ländern gefeiert wird. Und im November feiern dann alle zusammen Thanksgiving, eine Art amerikanisches Erntedankfest, bei dem es einen großen Truthahn zu essen gibt. Nora John

Aus dem Zeitungsarchiv: Diese Kindernachricht ist im Trierischen Volksfreund am 20. November 2013 erschienen. Mit dem Club ist der Deutsch-Amerikanische Frauenclub Bitburg gemeint.

Als der Kaiser die Stadt Trier besuchte

Vor etwas mehr als 100 Jahren besuchte der damalige Kaiser von Deutschland, Wilhelm II. (gesprochen „der Zweite“), die Stadt Trier. Er weihte eine neue Brücke ein, schaute sich Museen an und nahm Tee zu sich. Und die Brücke heißt seitdem „Kaiser-Wilhelm-Brücke“. Das war im Jahre 1913. Und hier lest ihr die Geschichte dieses Besuchs. Lucky hat sie vor einiger Zeit in seinem Magazin abgedruckt. Jetzt könnt ihr sie hier nochmals lesen.

Weit entfernt ist Trier von seiner Hauptstadt Berlin, aber das hindert Wilhelm II. nicht, an die Mosel zu reisen. In der Stadt leben damals 6000 Soldaten, Trier liegt in der Nähe der Grenze zum Nachbarland Frankreich. Eisenbahnlinien verbinden den Ort mit dem restlichen Deutschland, um schnell Soldaten an die Grenze bringen zu können.

An diesem Morgen des 14. Oktober 1913 aber reist nur der Kaiser mit Gefolge im Zug an. Es ist der zweite Besuch des Kaisers in Trier. Die Stadt hat sich auf den Besuch vorbereitet, alles ist genau geplant. Wilhelm II. wird mit 32 Salut-Schüssen aus Kanonen und dem Geläut aller Kirchenglocken begrüßt. So wussten auch alle Trierer: Der Kaiser ist angekommen!

Wilhelm fährt im Auto durch die prächtig geschmückte Stadt. Am Moselufer wird er vom Oberbürgermeister Albert von Bruchhausen begrüßt. Denn die Trierer haben eine neue Moselbrücke gebaut. Dem Kaiser zu Ehren wird sie „Kaiser-Wilhelm-Brücke“ genannt. Nun wird sie vom Kaiser eröffnet. Ruderer in 34 Booten huldigen dem Kaiser. Anschließend fährt Wilhelm weiter durch die Stadt. 170 Turner bilden ihm zu Ehren eine Pyramide. Mädchen winken ihm zu. Er besucht den Dom und das Provinzialmuseum. Das ist das heutige Rheinische Landesmuseum in Trier.

Gegessen wird im Palais Walderdorff, wo heute die Stadtbücherei der Stadt zu finden ist. Am Nachmittag, nach dem 16-Uhr-Tee, verlässt Wilhelm wieder die Stadt. Was für eine Aufregung!

Das ist alles vor fast 101 Jahren passiert. Einen Kaiser gibt es heute nicht mehr in Deutschland. Aber die Brücke über die Mosel, die gibt es auch heute noch. Und sie trägt noch immer den Namen des Monarchen. r.m./mc

Ein Bär auf einer Mission (Archiv)

Anmerkung: Ein halbes Jahr nach seinem Start hat Bruno Bear im Juli 2015 unserer Leseratte Lucky ein Interview gegeben. Das heißt, er hat die Fragen von Lucky beantwortet. Das Interview fand in Trier statt, und es wurde in Luckys Kindermagazin abgedruckt. Hier könnt ihr die Geschichte nochmals lesen. 

Ein Bär auf einer Mission

Bruno ist ein ganz besonderer Bär. Er reist gerne. Und er hat schon viele Länder besucht, zum Beispiel Thailand, Norwegen oder Neuseeland. Denn Bruno will Kindern helfen, die an der Krankheit Krebs leiden. Leseratte Lucky hat Bruno zu seiner Reise und Mission befragt.

Lucky: Hallo Bruno, du hast ja bereits viele Städte und Länder besucht. Wie viele?
Bruno: Uff, ich bin vor einem halben Jahr gestartet, dabei habe ich bislang 19 Städte in Deutschland und 23 Länder der Erde besucht – manche sogar zwei oder drei Mal. Das waren 240 000 Kilometer. Das ist etwa sechs Mal eine Weltumrundung.

Lucky: Du siehst müde aus. Darfst du als kleiner Bär schon alleine unterwegs sein?
Bruno: So klein bin ich ja nicht! Und ich reise nicht allein. Aber ich sah schon kuscheliger aus, das stimmt. Ich möchte halt viel sehen und erleben, das macht Spaß. Alle sind immer lieb zu mir. Manche haben mich sogar beschenkt, zum Beispiel mit einem Schal oder einem genähten Taucheranzug.

Lucky: Wohin fährst du jetzt?
Bruno: Ich bin ja noch sechs Monate unterwegs, zum Beispiel geht es bald in die USA. Dort besuche ich die Hauptstadt Washington. Und ich will noch nach Russland, in den Iran, nach Japan, Ungarn, Nepal, in die Türkei und zu den Hawaii-Inseln reisen.

Lucky: Du machst das ja vor allem, um auf Krebs hinzuweisen. Was ist das?
Bruno: Das ist eine gefährliche Krankheit. Stell dir vor, du hättest Schnupfen. Deine Mama würde dir eine Tasse Tee zubereiten, am nächsten Tag bist du wieder gesund. Bei der Krankheit Krebs hilft ein Tee oder Saft aber nicht, sondern du musst ins Krankenhaus, und du musst spezielle Medikamente schlucken. Es dauert lange, bis du wieder gesund bist. Man kann sogar an dieser Krankheit sterben. Ich will daran erinnern, dass auch Kinder unter dieser Krankheit leiden, und möchte diesen Jungen und Mädchen für das kommende Weihnachtsfest Geschenke machen. Dafür reise ich, erzähle Leuten, was Krebs ist, mache mit ihnen ein Erinnungsfoto oder sammele Geld.

Lucky: Lassen sich die Menschen gern mit dir fotografieren?
Bruno: Die sind alle begeistert. Manche wollen natürlich erst wissen, um was es geht, bevor sie sich mit mir fotografieren lassen. Manchmal kennen mich schon die Leute, und ich und meine Begleiter werden dann angesprochen.

Lucky: Hast du dabei auch was Besonderes erlebt? Du warst ja schon in der Wüste …
Bruno: … ja, und ich durfte auch im Führerhaus einer Lokomotive mitfahren. Ich habe bekannte Menschen getroffen, zum Beispiel Fußballspieler Ciro Immobile oder Komiker Atze Schröder. Und in einem Weltraumzentrum in der Stadt Darmstadt konnte ich mir den Kontrollraum einer Kometenmission anschauen. Das war ganz schön aufregend. Schließlich bin ich ja auch auf einer Mission unterwegs. mc

Extra: Brunos Freunde
Mareike Dohle, Rene Reissig und Laura Schäfer haben Bruno auf die Reise geschickt. Sie haben selbst Freunde, die an Krebs erkrankt sind. Kinder mit dieser Krankheit gibt es auch in einem Krankenhaus in Trier. Brunos Freunde wollen ihnen mit dem gesammelten Geld zu Weihnachten Geschenke kaufen. Dabei hilft ihnen ein Verein. Auf Brunos Internetseite findet ihr mehr Infos, wie man spenden kann. Über www.volksfreund.de/brunobaer könnt ihr sie aufrufen. Vom 3. bis 12. September ist Bruno auch zu Gast in der Trier-Galerie in Trier. Dort könnt ihr euch mit dem Bär fotografieren lassen. mc
Bruno war in vielen Ländern zu Besuch:

Kontinent Europa: Spanien, Tschechien, Polen, Norwegen, Österreich, Frankreich, Deutschland, Ukraine, Niederlande, Italien, Irland, Italien

Australien: Australien, Neuseeland

Asien: Indien, Thailand, Vereinigte Arabische Emirate, Türkei, China

Amerika: Uruguay, Nicaragua, Mexico, USA

Afrika: Kenia