Archiv der Kategorie: Medien

Huch- Noch eine Prinzessin

Olivia ist ein ganz normales zwölf-jähriges Mädchen. Sie hat haselnussbraune Augen, dunkle Haare und ist durchschnittlich groß. Nichts an ihr ist besonders – denkt sie! Bis sie eines Tages von ihrer Freundin Annabelle konfrontiert wird. Nun, Olivia denkt zumindest sie seien Freundinnen. Keine total guten oder gar beste Freundinnen aber sie kamen klar. Aber da hatte sie sich wohl geirrt. Denn Annabelle wollte sie einfach so verprügeln. Sie wusste nämlich etwas, dass Olivia noch nicht wusste. Annabelle hatte erfahren, was Olivias Vater wirklich beruflich tat. Er war nämlich kein berühmter Archäologe, wie Olivia all die Jahre annahm – Nein, er war angeblich der König von Genovia. Und somit fängt die Buchreihe über eine weitere Prinzessin von Genovia an.

Meg Cabot erzählt euch wiedermal eine lustige Geschichte über Freundschaft und Familie. Aber, wie auch bei den Vorgängern ist die Grundidee dieselbe. Ein normales Mädchen erfährt das sie Prinzessin wird und Puff! – Alle Probleme sind gelöst.  So oder so ähnlich.

Das Buch ist echt witzig und wenn ihr ein bisschen lachen wollt und auf Prinzessinenzeug steht dann ist das genau das Richtige für euch.

Wenn ihr aber genug von dieser Plötzlich-bin-ich-Prinzessin-und-jetzt-ist-mein-Leben-toll- Sache habt, dann könnt ihr das Buch ruhig im Regal stehen lassen.

„Ich bin dann mal Prinzessin“ ist ein witziges Zwischendurch-Buch und für echte Prinzessinnen-Fans ein Muss.

 

Extra:

Meg Cabot verzaubert ihre jungen Leser nun schon seit rund 18 Jahren mit der Prinzessinnen-Serie „Plötzlich Prinzessin“. Dazu kamen dann die gleichnamigen Filme. Sie ist bekannt für ihre beliebten Kinder- und Jugendbücher.

Die Vorgänger-Reihe hatte viele junge Leserinnen überzeugt: Darin geht es um das Mädchen Mia, dass ganz unverhofft endlich ihren Vater kennen lernt. Aber das dieser auch noch König ist, hätte sie sich nicht träumen lassen. Aber so ist es. Sie wird zur Prinzessin von Genovia und muss dabei allerlei durchstehen. Die Abenteuer der jungen Amelia Mignonette Grimaldi Thermopolis Renaldo gibt es im Buchhandel.

 

Samantha Ward

Virtual Reality: Brille auf – ab in eine andere Welt!

Virtual Reality: Was ist das? Weißt du es? Hört sich ganz schön komisch und kompliziert an, oder? Lucky-Reporterin Pauline nimmt dich mit auf eine spannende Reise in eine andere, verzauberte Welt.

Los geht’s mit einem Besuch bei Vivien Baguio, Mathew Varkki und Julian Viezens, drei

Studenten der Hochschule Trier. Sie zeigen mir mit ihrem neuen Computerspiel „Forgotten Spells“ („vergessene Zaubersprüche“), was Virtual-Reality-Spiele sind. Dafür verschwinde ich in einem Kellerraum eines Universitätsgebäudes. Die drei jungen Entwickler des Computerspiels sagen: Das Virtual- Reality- Spiel ist ein normales Computerspiel. Aber was macht das Spiel dann so besonders?

Vor mir sehe ich drei große Computerbildschirme, auf denen eine Höhle zu erkennen ist. Auf dem Boden liegen zwei schwarze, etwas komisch aussehende Brillen bereit.  Als ich die schwere, schwarze Brille aufsetze, bin sofort in einer anderen Welt. Ich stehe jetzt in der Höhle, die ich eben noch auf dem Computerbildschirm gesehen habe und habe sie direkt vor meinen Augen. Es ist verrückt, ich drehe meinen Kopf, schaue mich währenddessen in der Höhle um und habe das Gefühl alles anfassen zu können. Meine Beine fangen an zu wackeln, ich habe Angst, in die Tiefen der Höhle zu stürzen.

Lucky-Reporterin Pauline. Foto: privat

 

Genau das ist das Besondere an Virtual Reality-Spielen, es sind eigentlich keine richtigen Computerspiele:  Ich sitze nicht vor einem Computerbildschirm und lenke meine Spielfigur nicht mit Tastaturtasten und der Maus, sondern schlüpfe in den Körper des Spielcharakters.  Die Figur, die ich spiele, sehe ich nicht ganz. Warum? Ganz einfach: mein Körper ist der Spieler. Ich bewege den Charakter durch meine Bewegungen, die ich mit meinen Händen mache. Durch die Brille sehe ich meine eigenen Hände direkt vor mir, in denen ich zwei Controller halte und führe Befehle aus.

Nun zum Spiel: ich befinde mich in der Höhle, als Zauberer. Auf der anderen Seite der Höhle steht ein anderer Zauberer, gegen den ich gleich kämpfen werde. Bevor das Spiel losgeht, werden vor mir die Zauber des Spiels erklärt. Du als Zauberer hast vier Zauber im Spiel, mit denen du versuchst, deinen Gegner zu besiegen. Für jeden Zauber gibt es ein Zeichen, das du mit deinem Zauberstab zeichnen musst. Es geht los: vor mir zeichne ich eine Sanduhr, mache eine Wurfbewegung nach vorne und schieße einen riesigen Feuerball ab. Ich treffe meinen Gegner nicht, doch schnell kommt schon ein Feuerball auf mich zu. Ich kann nicht mehr reagieren: AUUTSCH! Bevor mich der nächste Feuerball trifft, male ich schnell ein Dreieck und kann mich so mit meinem hergezauberten Schutzschild vor ihm schützen. Also, pass auf! Du musst schnell reagieren und deine Bewegungen aufeinander abstimmen. Das coole ist: du kannst Zauber vorher zeichnen und dann in deiner linken Hand sammeln. 

Vivien, Mathew und Julian haben im Rahmen eines Studienprojekts das Virtual-Reality-Spiel entwickelt. Das Spiel hört sich verrückt, außergewöhnlich, aber trotzdem einfach an. Ob es auch so einfach war, das Spiel zu planen? Was schätzt du: wie lange haben die Entwickler gebraucht, um es zu entwickeln? Wie haben sie das nur hinbekommen? Die drei Erfinder des Spiels haben sich vier bis sechs Stunden in der Woche getroffen und das neun Monate lang. Na, wie viele Stunden sind das insgesamt? Genau, um die 200 Stunden haben die drei Studenten gebraucht, um das Spiel zu entwickeln. Wahnsinn, oder?

Vivien Baguio, Mathew Varkki und Julian Viezens. Foto: Pauline Leis

Die Herstellung des Spiels stellt keinen Unterschied zu anderen Arten von Computerspielen dar. Während die drei das Spiel planen und immer wieder verbessern, setzten sie die Brille auf und überprüfen alles. Was aber besonders schwierig war: Kleinigkeiten im Spiel, wie kleine Knöpfe oder Tasten, so echt aussehen zu lassen. Ich finde, das haben sie geschafft!

Wie geht’s nun weiter mit dem Spiel? Wo kannst du es spielen? Das Zauberspiel soll nicht im Kellerraum des Universitätsgebäudes versteckt bleiben: die fleißigen Studenten haben das Spiel für den Deutschen Computerspielpreis eingereicht. Dieser wird am Dienstag, 10. April ausgelost. Natürlich hoffen Vivien, Mathew und Julian, dass sie mit ihrem Spiel gewinnen und weiter daran arbeiten zu können. Außerdem hast du vielleicht bald die Möglichkeit, das Spiel online zu spielen. Doch dafür brauchst du: einen Computer, eine Virtual-Reality-Brille und einen Spielpartner, der das alles auch hat.  Also, noch ein wenig Geduld und dann heißt es: Brille auf und schau hinein in eine Welt der Zauberei! 

Das Spiel soll im April kostenlos im Internet verfügbar sein, unter diesem Link findest du jetzt schon weitere Fotos und Videos:
https://accident.itch.io/spells

Dort zu sehen gibt es auch nochmal Screenshots und Videos. Spielbar ist es nur mit einer speziellen VR-Brille, der HTC Vive. Pauline Leis

Gamescom: Treffen für Spielefans (Fotos/Video)

Die Gamescom (gesprochen Gäimskomm) ist die größte und wichtigste Messe für Videospiele. Sie findet einmal im Jahr in der Stadt Köln statt. Unser Reporter erzählt, was es dort zu sehen gibt.

Auf der Gamescom zeigen die großen Spielehersteller ihre neuen Titel, die dann ein paar Wochen oder Monate später in den Verkauf kommen, und geben dafür sehr viel Geld aus. In diesem Jahr findet sie nach euren Sommerferien vom 21. bis zum 25. August statt.

Die Stände, an denen Fans teilweise stundenlang geduldig warten müssen, um dann ein paar Minuten ein neues Spiel ausprobieren zu können, sind aufwendig gebaut. Sie sehen aus wie ein kleines Kino, ein Raumschiff, eine Arena oder die Kulisse eines Actionfilms.

Die Gamescom wirkt deshalb wie ein großer Jahrmarkt: In allen Ecken des großen Messegeländes dröhnt und donnert, blitzt und blinkt es. Zu den Firmen, die auf der Gamescom regelmäßig ihre neuen Spiele vorstellen, gehört zum Beispiel Electronic Arts mit Sportspielen wie die Fußballsimulation Fifa. Auch Nintendo ist immer wieder dabei, ebenso Microsoft und Sony, die Schöpfer der Spielekonsolen Xbox und Playstation. Sie alle bauen viele Spielestationen auf, an denen die Besucher neue Spiele kostenlos ausprobieren dürfen.

Kaufen kann man auf der Gamescom nichts, da alle gezeigten Titel noch nicht im Handel erhältlich sind. Die Gamescom ist aber so beliebt, dass der Einlass manchmal wegen Überfüllung der Hallen gesperrt wird: 2017 kamen mehr als 350.000 Fans. Das sind drei Mal so viele Menschen wie Trier Einwohner hat. Manche davon verkleiden sich sogar als Videospielhelden. Jörg Pistorius

EXTRA: Dürfen auch Kinder die Messe besuchen? Ja. Wer aber jünger als 11 Jahre alt ist, darf nur in Begleitung von Erwachsenen durch die großen Messehallen schlendern. Und für manche Spiele gibt es ein Mindestalter, Kinder dürfen sie dann nicht ausprobieren. Aber in einem Bereich speziell für Familien könnt ihr an Konsolen zocken – oder einfach abhängen. (mc)