Abenteuer Löten!

Trier. Selber einen Lötkolben benutzen konnten Kinder bei der Kinder-Uni Veranstaltung „Abenteuer Stromkreislauf – Wir löten Tischleuchten!“

Wie ist es eigentlich zu löten? Ist das nicht schwierig? Das fragten sich 20 Kinder, die am 20.04.2018 an der Uni Trier die Veranstaltung besuchten. Hier konnten sie sich selber im Löten erproben.

Die Informatik-Studentinnen Jenny Antretter, Britta Schmitt, Yvonne Scherf und Sarah Oesch erklärten uns, dass Löten ein sehr altes Verfahren ist, um Metalle miteinander zu verbinden. Es wurde schon ca. 5000 v. Chr. zur Herstellung von Schmuck verwendet. Die Studentinnen zeigten uns, was man zum Löten braucht: Lötzinn und einen Lötkolben, der sehr heiß wird. Er schmilzt das Lötzinn und kann so zwei Dinge verbinden. Mit dem Verfahren kann man auch prima einen Stromkreislauf herstellen.

Bei uns wurde kein Schmuck, sondern eine Tischleuchte gemacht, die auch einen Stromkreis hatte. Wir löteten eine Platine mit einem LED-Lämpchen und zwei Kabeln zusammen, die zu einem Schalter führten. Die Enden der zwei Kabel wurden mit einer Batterie verbunden. Mit Hilfe der Studentinnen gelang alles und die Lämpchen leuchteten. Friederike, 8 Jahre, und Anna, 9 Jahre, waren sich einig: „Das Löten gefiel uns am besten. Die Veranstaltung war sehr spannend und interessant!“ Wir bastelten auch noch leuchtende Postkarten aus einem Stück kariertem Papier und Alustreifen. Die Alustreifen wurden so gelegt, dass sie eine Batterie und ein LED-Lämpchen berührten, so dass die LED in einem Motiv leuchtete.

Das Löten machte allen viel Spaß. Es ist schön, dass Kinder so etwas ausprobieren konnten. Schließlich hat nicht jeder einen Lötkolben zu Hause oder traut sich, alleine zu löten. Wenn man auf ein paar Regeln achtet, kann nichts schiefgehen. Den heißen Lötkolben sollte man nie unbeaufsichtigt und auch nicht in der Nähe von brennbaren Sachen liegen lassen. Wer lange Haare hat, muss sich die Haare zusammenbinden. Löten ist nicht schwierig und man kann tolle Ideen umsetzen.

Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, nächstes Jahr mal selbst zu einer Veranstaltung der Kinder-Uni zu kommen!

Autorin: Lena Schindler

Hurrikane, Tornados und Zyklonen

Ein Wirbelsturm ist supergefährlich, er kann ganze Häuser mitreißen. Wie stark, erfahren wir in der Kinder-Uni-Veranstaltung.

 

Der Dozent bringt Geräte mit. Unter anderem auch ein Windmessgerät. Der Dozent forscht zusammen mit den Kindern am Wetter. Es ist eine Abwechslungsreiche Veranstaltung an der viele Kinder Teil nehmen können. Die Veranstaltung ist für Kinder ab 8 Jahren.

Wir wünschen euch viel Spaß!

Eure Kinderunireporterinnen Tabea Benk und Lena Schindler.

 

Mittelalterfeste: Mit Gauklern in die Vergangenheit

Ritter stehen Wache. Eine Magd backt Brot. Ein Schmied hämmert ein Hufeisen. All das kannst du auf Mittelalterfesten erleben – oder mitmachen, mit der Gruppe „Drei Kronen“ aus Trier.

Plötzlich fühlt sich Jennifer nicht wohl, sie braucht Hilfe. Die Kinder, die die junge Gauklerin begleiten, haben ein Problem. Zum Glück sind sie auf dem Mittelalterfest, in der Zeit von Rittern, Burgdamen und Gauklern. Denn diese können nicht nur jonglieren, tanzen oder musizieren, sondern auch Kranke pflegen. Statt eines Arztes suchen die Kinder also ein Rezeptbuch, um einen Heiltrank zu erstellen. Die Mittel dafür gibt es bei Händlern auf dem Markt. Und Jennifer, die im echten Leben an der Universität Trier studiert, kann geheilt werden.

Die Krankheitsgeschichte ist Teil des Projekts „Die Drei Kronen“: Jennifer und ihre Kronen-Mitstreiterinnen Lana, Maya und Carolin bieten eine Kinderbetreuung auf den Mittelalterfesten in Trier und Birkenfeld an. „Die Kinder sollen Spaß haben“, sagt Jennifer, und das Leben der Gaukler selbst kennenlernen. Dazu gehört übrigens auch, auf dem Markt selbst mal Bälle in die Luft zu werfen.

Die Gaukler galten im Mittelalter als „niederes Volk“. „Sie mussten aufpassen, was sie erzählten, sie hatten keine Rechte“, erklärt Carolin. Trotzdem wäre Maya im Mittelalter lieber Gauklerin als Königin gewesen. „Weil sie so frei und künstlerisch waren und reisen konnten“, sagt die Studentin. Der Beruf einer Königin hingegen: „Zu stressig“, sagen die Kronen-Organisatorinnen. Und auch Ritter sein ist kein Traumberuf: Die Rüstung sei schwer, gekämpft wurde ja auch. Und das war gefährlich …

Jennifer wäre lieber eine Zofe gewesen – „Ein schönes Leben und keine Verantwortung“ –, Carolin Bäuerin und Lana Gänsemagd. „Weil ich dann nicht auf andere angewiesen wäre.“

Und ihr? Was wärt ihr gern im Mittelalter gewesen?

EXTRA: Die Drei Kronen
Das Angebot der Drei Kronen in Bernkastel-Kues, Trier und Birkenfeld richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren. Wer mitmachen will, kann sich vorab im Internet anmelden auf www.mittelaltertage.com. Dort könnt ihr auch an einem Malwettbewerb teilnehmen und Preise gewinnen. Oder ihr kommt ohne Anmeldung zum Zelt der „Drei Kronen“ auf den Mittelalterfesten in Bernkastel-Kues, Trier oder Birkenfeld.

EXTRA: Mittelalterfeste in deiner Nähe

Auf Mittelalterfesten seht ihr mit Sicherheit Menschen, die sich anziehen, wie es vor vielen Jahrhunderten wohl üblich war. Man sagt dazu: Sie sind gewandet (vom Wort Gewand), und nicht verkleidet.

Sehen könnt ihr das auf diesen Mittelalterfesten in eurer Nähe:

  • Bernkastel-Kues am 9./10. Juni
  • Hesperingen (Luxemburg) am 1./2. Juli
  • Bollendorf am 21./22. Juli
  • Nohfelden am 21./22. Juli
  • Vianden 28. Juli bis 5. August
  • Trier (5. Mittelaltertage) am 29./30. Juli
  • Altenahr 3. bis 5. August
  • Birkenfeld am 11./12. August
  • Wincheringen 11./12. AugustMiguel Castro