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„Was haben Mais, Kolibris und Papayas gemeinsam?“

Trier. Am Freitag, den 19. Mai fand in der Kinder-Uni der Workshop „Was haben Mais, Kolibris und Papayas gemeinsam?“ statt.

Zunächst klärten die jungen Studenten die oben erwähnte Frage. Nach Vergleichen der Informationen über die Objekte stellte sich heraus, dass die Antwort war: Sie kommen alle aus Südamerika!

Dann tauchten sie ein wenig in die Weltgeschichte ein: Christoph Columbus kommt nach Amerika und denkt, er ist in Indien. Erst Jahre später entdeckt Amerigo Vespucci, dass dies ein bis dahin unbekannter Erdteil ist. Nach ihm wird dann Amerika benannt. Doch dann stoßen die Europäer zuerst in der Karibik, aber später auch in anderen Teilen Südamerikas, auf Ureinwohner, z.B. die Taíno-Indianer mit ihrer Sprache „Arawak“, die Azteken in Mexiko mit der Sprache „Nahuatl“ (Sprich: „Nauatel“), die Inka in Peru mit der Sprache „Quechua“ (Sprich: „Kueschua“) und die Tupi-Indianer mit ihrer gleichnamigen Sprache „Tupi“, die in Brasilien zu Hause sind. Diese Völker werden von brutalen Herrschern wie Hernán Cortés aus Spanien unterdrückt.

Natürlich sind auch Teile ihrer Sprachen in das Deutsche hineingeflossen: Das Wort „Hängematte“ zum Beispiel, das auf Arawak „hamaca“ bedeutet, ging über das holländische „hangmat“ weiter zum deutschen Wort „Hängematte“.

Es hört sich so an, als ob diese Zeiten schon längst vorbei sind, oder? Aber das stimmt eigentlich nicht. Ein paar von diesen Völkern gibt es nämlich immer noch!

Tomasz Raes (10), Kinder-Uni-Reporter, Trier

Die Welt der wandernden Wörter

  Trier. In der Veranstaltung ,,Wandernde Wörter‘‘ erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes über das Wandern der Wörter.

Die Veranstaltung ,,Wandernde Wörter‘‘ fand am 23. Juni im Rahmen der Kinder-Uni in Trier statt und wurde von der Dozentin des Faches Slawistik (das ist die Wissenschaft über Osteuropa) Frau Lüdke und ihrem Team durchgeführt.

Am Anfang sprachen wir über Reisen: Was kann alles reisen? Wir hatten gesagt, dass Menschen, Tiere, Geräte, Autos, Modesachen, Märchen und Vorstellungen reisen können. Von Märchen gingen wir dann zu Wörtern über. Wir haben besprochen, dass Wörter sich ändern, aber der Gegenstand, den die Wörter bezeichnen, gleichbleibt. Nehmen wir das deutsche Wort „der Ball“: auf Italienisch heißt der Ball „la palla“ und auf Russisch „mjatsch“ / „мяч“.

Die Dozentin hat uns erklärt, dass viele Wörter gar nicht aus dem Deutschen stammen, sondern aus anderen Sprachen eingewandert sind. So kommt zB. „die Familie“ (lat.: „familia“) aus dem Lateinischen. Andere Wörter wie z.B. „die Klasse“ (fr.: „classe“) stammen aus dem Französischen. Aus dem Russischen haben die Deutschen Wörter wie „Matrjoschka“ / „матрёшка“ (bemalte Souvenierpuppe aus Holz), „Babushka“ / „ба́бушка“ (alte Frau / Oma) übernommen. Was viele Deutsche nicht wissen: „babushka“ und „matrjoshka“ sind zwei verschiedene Begriffe.

Andererseits haben zahlreiche Völker viele deutsche Wörter in ihre Sprachen übernommen. Wir lernten zum Beispiel, dass Peter der Große eine neue Hauptstadt in Russland erbaut hat, die er   St. Petersburg nennen ließ. Um sie bauen zu lassen, hat er Arbeiter aus Deutschland nach Russland geholt. Die Deutschen haben nach Russland nicht nur ihre Baukunst, sondern auch ihre Sprache mitgebracht. So finden sich im Russischen zahlreiche Wörter deutschen Ursprungs, wie zum Beispiel „waflja“ / „ва́фля“ (dt.: „die Waffel“), „knopka“ / „кно́пка“ (dt.: „der Knopf“) oder „galstuk“ / „га́лстук (dt.: „das Halstuch“). Das klingt doch lustig, oder?

Michael Plumpe (8 Jahre), Kinder-Uni-Reporter, Trier

Wie googlet man richtig?

Tja, wie geht das eigentlich, googlen? Darüber wurde endlich aufgeklärt!

Google ist eine der bekanntesten Suchmaschinen. Aber wie kommt man gezielt an die Ergebnisse, die man haben möchte? Das verrieten uns Bianca Weber und Peter Weiland in der Veranstaltung „Richtig googlen“, die Teilnehmer der Kinder-Uni besuchen konnten.

Trier. Schnell genau das aus dem Internet herausfiltern, was man haben möchte. Was dafür zu tun ist, erklärten Peter Weiland und Bianca Weber am Samstag, den 1. April 2017. Zunächst erklärte Bianca, was es alles für Suchmaschinen gibt, und dass nicht alle Suchmaschinen die gleichen Ergebnisse anbieten können. Jede Suchmaschine durchforstet nur die eigene Datenbank und es hat nicht jeder die gleichen Einträge wie andere. Sie redete auch über die Vertrauenswürdigkeit einer Website, über Kinderseiten und Werbung. Auch der Hintergrund der Suchmaschinen und die Weite des Internets wurden angesprochen.

In der Mittagspause sagten einige Kinder ihre Meinung: „Wir fanden die Veranstaltung bis jetzt super, denn es wurde auch alles kindgerecht erklärt.“

Auch ich fand den Vortrag sehr informativ und gut erklärt. Im zweiten Teil kam dann Peter zu Wort. Er verlor einige Worte über Browser, Server, Links und ziemlich viel Technik. Wir haben auch einmal „Crawler“ gespielt. Ein Crawler ist ein Bestandteil einer Suchmaschine, der alle Einträge durchsucht, um die passenden Einträge zu finden und anzuzeigen. Wir spielten auch noch ein Spiel. Wir sollten „Marshmallow Test“ googlen und anschließend die Ergebnisse vergleichen. Insgesamt fanden es die Besucher sehr spannend.

Justus Vogel (12 Jahre), Wittlich